Erstattung für Krankheitstage Ihrer Arbeitnehmer

unser Tipp des Monats:

Ab 2020 löst die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung den bisherigen (gelben) Krankenschein aus Papier ab. Künftig informieren die Krankenkassen den Arbeitgeber auf Abruf elektronisch über Beginn und Dauer der Arbeitsunfähigkeit der gesetzlich versicherten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

  • Tipp:    Auch Fehlzeiten ohne Krankmeldung (z.B. 1.-3. Tag) sind regulär erstattungsfähig. Daher sind auch diese Krankheitstage für die Lohnabrechnung zu berücksichtigen.
  • Tipp:    Auch Minijobber haben Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und auch für sie sind Erstattungsanträge bei der Krankenkasse im AAG-Verfahren möglich, sowohl für Krankheitstage als auch für die Mutterschutzzeit.

Betroffen sind regelmäßig Arbeitgeber mit nicht mehr als 30 Arbeitnehmern die dadurch für ihre Mitarbeiter U1 und i. d. R. U2-Umlagebeiträge zu zahlen haben, im Gegenzug einen Teil der Gehaltskosten für die Ausfallzeiten von der Krankenkasse erstattet bekommen.

Sofern Sie betroffen sind und einen anderen als den Standard-Mittel-Satz für Beitrag und Erstattung wünschen, sprechen Sie uns bitte an.

  • Hinweis:  Der gesetzliche Mindestlohn ab 1.1.2020 steigt auf regulär 9,35/h. Prüfen Sie bitte, ob ggf. eine Erhöhung der Löhne/Gehälter nötig ist!

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Relevante Steueränderungen ab 01.01.2020

unser Tipp des Monats:

Zum Jahresanfang treten einige Verbesserungen in Kraft. Einzelne davon stellen wir kurz vor:

Bürokratieentlastungsgesetz III

  • Anhebung der lohnsteuerlichen Pauschalierungsgrenze von €62 auf €100 für Beiträge zu einer Gruppenunfallversicherung (Pauschale Lohnsteuer 20%; relevant ist Durchschnittsbeitrag ohne Versicherungssteuer pro Arbeitnehmer und Kalenderjahr. Beiträge sind kein Arbeitslohn wenn der Mitarbeiter keinen unmittelbaren Anspruch gegenüber der Versicherung hat.)
  • Anhebung der umsatzsteuerlichen Kleinunternehmergrenze von €17.500 auf €22.000 (Wirkt sich bereits auf 2019 aus, da § 19 I1UStG auf den Vorjahresumsatz abstellt.)
  • Anhebung des steuerfreien Höchstbetrags von €500 auf €600 für betriebliche Gesundheits-förderung
  • Option eines digitalen Meldescheins im Beherbergungsgewerbe
  • Zeitlich befristete Abschaffung der Verpflichtung zur monatlichen Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung für Neugründer, wenn voraussichtliche Umsatzsteuer nicht mehr als €7.500/Kalenderjahr (erst ab Jan. 2021)
  • Einführung einer elektronischen Arbeitsunfähigkeitsmeldung (erst ab Jan. 2022)

Der Bundesrat hat dem Bürokratieentlastungsgesetz III am 08.11.2019 zugestimmt. Nach einer zu erwartenden Unterschrift des Bundespräsidenten und Verkündung im Bundesgesetzblatt steht einem Inkrafttreten ab 01.01.2020 voraussichtlich nichts im Wege.

Mit dem Jahressteuergesetz 2019 sind weitere Verbesserungen geplant. Die Verabschiedung im Bundesrat ist für den 29.11.19 vorgesehen. Es geht um:

  • Anhebung der Verpflegungsmehraufwandspauschalten von €24 auf €28 und von €12 auf €14
  • 0,25% statt 1% Privatanteil für Kfz ohne CO2-Emmissionen bei Bruttolistenpreis bis €40.000
  • 50%-Sonderabschreibung für Elektronutzfahrzeuge
  • Pauschalversteuerungsmöglichkeit beim Jobticket ohne Anrechnung auf die Entfernungspauschale (Bei Nutzung der Steuerfreiheit des Jobtickets erfolgt eine Anrechnung auf die Entfernungspauschale)
  • Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug sowie Gutschein und Geldkarte
  • neuer Pauschbetrag für Berufskraftfahrer in Höhe von €8/Tag
  • 1/3-Bewertungsabschlag vom ortsüblichen Mietwert für Mitarbeiterwohnungen

(Quelle: NWBproPlus ReformRadar)

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Solaranlagen ins Marktstammdatenregister eintragen nicht vergessen!

der Aplus Tipp des Monats August:

Solaranlagen und Co. müssen ins Marktstammdatenregister eingetragen werden.

Das Marktstammdatenregister ist ein amtliches Register für alle stromerzeugenden Anlagen. Das System löst seit Anfang 2019 alle bisherigen Meldewege für Anlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz ab. Darin müssen nun alle Stromerzeugungsanlagen registriert werden.

Eintragen muss sich beispielsweise auch, wer mit einer mit dem Netz verbundenen Solaranlage privaten Strom erzeugt. Das gilt für alle Photovoltaikanlagen, Blockheizkraftwerke, Batteriespeicher, Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, Windenergieanlagen und Notstromaggregate, auch wenn die Anlage bereits seit vielen Jahren läuft.

Alle bereits vor dem 31.01.2019 in Betrieb befindlichen Anlagen müssen grundsätzlich bis zum 31.01.2021 eingetragen werden. Für Batteriespeicher gilt eine kürzere Frist. Die Registrierung muss hier bis zum 31.12.2019 erfolgen. Jede Neuanlage, die ab Februar 2019 an den Start gegangen ist, muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme ins Marktstammdatenregister eingetragen werden.

Hinweis: Jede Strom erzeugende Anlage muss einzeln registriert werden. Für eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher bedarf es daher zweier einzelner Eintragungen.

(Quelle: Verordnung zur Änderung der Marktstammdatenregisterverordnung)

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Arbeiten im EU-Ausland: Die A1-Bescheinigung nicht vergessen!  

der Aplus Tipp des Monats:

Arbeitnehmer, Beamte und Selbständige brauchen regelmäßig eine A1-Bescheinigung, wenn sie grenzüberschreitend innerhalb der EU oder in Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz arbeiten.

Auch eine solche nur vorübergehende Erwerbstätigkeit erfordert eine A1-Bescheinigung, als Nachweis für die Freistellung von den ausländischen Sozialversicherungsbestimmungen.

Bei kurzzeitigen (bis zu 7 Tagen) oder kurzfristigen Einsätzen im Ausland kann notfalls eine nachträgliche Beantragung hilfreich sein, doch dies gilt nicht für Frankreich und Österreich.

Diese beiden Länder ist ein Antrag im Voraus verpflichtend, um Sanktionen zu vermeiden. Sofern die Bescheinigung bei Reiseantritt noch nicht vorliegt, ist hilfsweise das Antragsdokument zusammen mit einem Nachweis über die Anmeldung bei der deutschen Sozialversicherung mitzuführen.

Für Personen die regelmäßig in mehreren EU-Ländern tätig sind, kann eine A1-Bescheinigung für die Dauer von bis zu 5 Jahren für alle Erwerbstätigkeitsstaaten ausgestellt werden.

Ab 01.07.2019 ist ein elektronische Antrags- und Bescheinigungsverfahren verpflichtend. Bei SV-pflichtigen Arbeitnehmern geschieht dies über die Lohnabrechnungssoftware, bei nicht sozialversicherungspflichtigen Personen oder Unternehmern ist regulär ein Papierantrag nötig.

Informieren Sie uns daher bitte immer rechtzeitig vor Auslandsdienstreisen.

Mehr hierzu erfahren Sie in unserem aktuellen Merkblatt sowie auf der Webseite der DRV

=> zu den Aplus-Merkblättern

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Minijobs: Neue Geringfügigkeitsrichtlinien, neue Fallstricke

Ob in der Gastronomie oder im Haushalt, ob Unternehmer oder Privatperson – viele von Ihnen beschäftigen Minijobber. Deshalb möchten wir Sie über die weitreichenden Änderungen informieren, die seit 2019 gelten bzw. im Verlauf des Jahres wirksam werden. Dies betrifft:

  • die neuen Geringfügigkeitsrichtlinien,
  • den neuen Mindestlohn sowie
  • Minijobs auf Abruf – beispielsweise in der Gastronomie.

Informieren Sie sich ganz bequem mit dem topaktuell überarbeiteten Merkblatt „Minijobber und Aushilfskräfte“. Denn es bietet Ihnen in klaren Worten alles Wichtige in kürzester Zeit.

Unsere Merkblätter finden Sie auf der Website unter: videotipps/mandanten-merkblaetter

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Monika Lyssoudis und Silvio Kugler

Gratulation zur bestandenen Prüfung!

Kurzmitteilung

Wir gratulieren unserer Mitarbeiterin Frau Just ganz herzlich zur bestandenen Steuerfachwirtprüfung!

Damit wird unser Aplus-Team in der Außenstelle Holzkirchen um eine weitere Steuerexpertin bereichert.

Super Frau Just!!!

 

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Sozialversicherungsfalle bei Minijobs

der Aplus Tipp des Monats März:

Beschäftigen Sie Minijobber auf Abruf? Dann sollten Sie dringend Ihre Arbeitsverträge überarbeiten, um folgende Sozialversicherungsfalle zu umgehen.

Wenn bei Minijobs mit Abrufarbeit keine konkreten Vereinbarungen über die zu leistende Arbeitszeit getroffen worden sind, kann das seit dem 01.01.2019 böse Folgen haben!

Denn seit diesem Jahr wird – ohne vertragliche Vereinbarung – generell eine Wochenarbeitszeit von 20 Stunden angenommen. (§ 12 Abs. 1 Satz 3 TzBfG)

Unter Berücksichtigung des neuen Mindestlohns von € 9,18 und einem Wochenfaktor von 4,33 ergibt sich somit ein Mindestlohn von € 796,47 pro Monat. Die Geringverdienstgrenze von € 450 ist somit erheblich überschritten und Sozialversicherungspflicht tritt ein.

Wie die vorstehenden Ausführungen deutlich machen, besteht hier ein erheblicher Handlungsbedarf bei Arbeitgebern.

(Quelle: LGP 2019, 24)

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Jahressteuergesetz – Neues ab 1. Januar 2019

unser Tipp des Monats Dezember:

Der Bundesrat hat ein neues Gesetz verabschiedet, welches ab 1. Januar in Kraft tritt.

Wir möchten davon nun drei wichtige Punkte herausnehmen:

1)_Förderung der Elektromobilität:

  • Verringerung der Versteuerung auf nur noch 0,5% vom Bruttolistenneupreis für Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge, die in der Zeit ab 1.1.2019 bis 31.12.2021 angeschafft oder geleast werden. (bei Hybrid ist eine Mindestreichweite von 40 km oder eine Höchstemission von 50 g CO2 pro km nötig) 

2)_Neue Steuerbefreiungen:

  • Steuerbefreiung für die private Nutzung eines betrieblichen Fahrrads bzw. Elektrofahrrads
  • Steuerbefreiung für Job-Tickets (Anrechnung des Vorteils auf die Entfernungspauschale)

3)_Änderung der Besteuerung von Gutscheinen (Einzweck- / Mehrzweck-Gutscheine):

  • Es handelt sich dann um einen Gutschein, wenn der Inhaber berechtigt ist, diesen an Zahlung statt zur Einlösung gegen Gegenstände oder Dienstleistungen zu verwenden.
  • Unterschiedliche Zeitpunkte der Steuerentstehung bei Einzweck- und Mehrzweck-Gutscheinen. Ein Einzweck-Gutschein ist ein Gutschein, bei dem bereits bei dessen Ausstellung alle Informationen zur umsatzsteuerlichen Behandlung vorliegen – die Besteuerung muss sofort bei Ausgabe des Gutscheins erfolgen. Alle anderen Gutscheine, bei denen im Zeitpunkt der Ausstellung nicht alle Informationen für die zuverlässige Bestimmung der Umsatzsteuer vorliegen, sind Mehrzweck-Gutscheine.

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Beachten Sie unsere informativen Merkblätter

Kurzmitteilung

Die beliebtesten Merkblätter des letzten Monats:

1. Ordnungsgemäße Kassenführung
2. Private Veräußerungsgeschäfte
3. Verfahrensdokumentation
4. DSGVO
5. Geschenke, Beweirtungen und Betriebsveranstaltungen
Sie finden alle Merkblätter auf unserer Website unter folgendem Link: https://www.aplus-steuerberater.de/181/videotipps/mandanten-merkblaetter