Archivierung von elektronischen Kontoauszügen

Tipp des Monats September:

Ein Papierausdruck der im Onlinebanking meist üblichen elektronischen Kontoauszüge und eine anschließende Löschung des digitalen Dokuments, verstößt gegen die gesetzlichen Aufbewahrungspflichten für Unternehmer.

Archivieren sie daher das ursprüngliche digitale Dokument für i. d. R. 10 Jahre so, dass die Daten jederzeit ohne größeren Aufwand verfügbar und lesbar gemacht werden können.

LfSt Bayern, Vfg. v. 19.5.2014

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Neue Formvorschriften für Rechnungen

Tipp des Monats August:

Es gibt folgende neue Formvorschriften für Rechnungen:

a) § 13b-Fälle (sog. Reverse-Charge-Verfahren):

In bestimmten Fällen ist der Leistungsempfänger Schuldner der Umsatzsteuer. Dies ist z.B. bei vielen Bauleistungen der Fall, oder auch bei Dienstleistungen an ausländische Kunden.

Wie bisher muss der leistende Unternehmer in seiner Nettorechnung darauf verweisen, dass der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer schuldet. Neu ist die Regelung, dass dieser Hinweis den Wortlaut „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ enthalten muss.

 b) Gutschriften, Abrechnungen, Rechnungskorrekturen:

Aufgrund eines sehr umstrittenen Beschlusses der EU muss der Begriff „Gutschrift“ immer dann verwendet werden, wenn es sich um Ausstellung einer Rechnung durch den Leistungsempfänger oder einem von ihm beauftragten Dritten handelt. Häufig kommt dies bei Handelsvertretern vor.

Bei Stornierungen oder Nachlässen ist daher ein anderer Begriff zu wählen, z.B. „Rechnungskorrektur“ oder „Kulanzgutschrift“. Bitte verwenden Sie hierfür nicht mehr den Begriff „Gutschrift“!

c) Differenzbesteuerung u. a.:

Für Händler mit Gebrauchtwaren oder Gütern ohne Vorsteuerabzug beim Einkauf greift häufig die sogenannte Differenzbesteuerung nach § 25a UStG. Auf solchen Rechnungen muss nun der Wortlaut „Gebrauchtgegenstände / Sonderregelung“ enthalten sein. Auch für Kunstgegenstände und Reiseleistungen wurden Sondervorschriften eingeführt.

d) Archivierung elektronischer Rechnungen:

Zu beachten ist, dass – wie bisher – elektronische Rechnungen auch digital archiviert werden müssen und das für einen Zeitraum von 10 Jahren. Diese müssen vor allem so aufbewahrt werden, dass nachträglich keine Änderungen vorgenommen werden können. Keinesfalls ist es zulässig, eine elektronisch empfangene Rechnung lediglich auszudrucken und als Papierform aufzubewahren.

e) EU-Rechnungen bis zum 15. Tag des Folgemonats:

Werden sonstige Leistungen (meist Dienstleistungen) in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union ausgeführt (z. B. Unternehmer-Kunde aus anderem EU-Land) oder erfolgen innergemeinschaftliche Lieferungen, besteht künftig eine Verpflichtung bis zum 15. Tag des Folgemonats in dem der Umsatz ausgeführt, bzw. die Dienstleistung erbracht wurde, eine Rechnung auszustellen.

Bitte beachten Sie dass diese Aufzählung nicht vollständig ist, sondern nur das aus unserer Sicht Wichtigste enthält.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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