Erbschaftsteuerreform 2016: Wann die Steuer greift und wie Sie Befreiungen nutzen

Der aktuelle Aplus-Videotipp zu steuergünstigen Betriebsübernahmen
Rückwirkend für Schenkungen und Erbschaften seit 1.7.2016 ist die Erbschaftsteuerreform in Kraft getreten. Vor allem Familienunternehmen können damit weitgehende Steuererleichterungen nutzen. Dafür gibt es einige neue Voraussetzungen. Informieren Sie sich mit diesem Video über die Steuererleichterungen und wie Sie davon profitieren.
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Gutschriften für Kleinunternehmer

unser Tipp des Monats Juni:

Kleinunternehmer aufgepasst: Bei Erteilung einer Gutschrift lauern Gefahren!

Insbesondere Kleinunternehmer, die keine Umsatzsteuer ausweisen dürfen, sollten ihre Gutschriften genau überprüfen und sofort widersprechen, falls in Gutschriften eine Umsatzsteuer ausgewiesen ist.

Normalerweise stellt der leistende Unternehmer gegenüber dem Leistungsempfänger eine Rechnung aus. Das Umsatzsteuerrecht lässt es aber auch zu, dass der Leistungsempfänger eine Gutschrift erteilt. Diese Gutschrift ersetzt dann die Rechnung im Sinne des Umsatzsteuerrechts, denn sie wirkt – solange der leistende Unternehmer diesem Dokument nicht widerspricht – wie eine Rechnung, die er selbst ausgestellt hat.

Wenn nun der Leistende ein Kleinunternehmer ist, der keine Umsatzsteuer ausweisen darf, und der Leistungsempfänger dies bei der Gutschrift nicht beachtet, muss der Leistende aktiv werden und diesen Gutschriften unverzüglich widersprechen. Die Zusendung des Widerspruchs an den Leistungsempfänger muss nachweisbar sein – also immer den Versandnachweis aufbewahren! Andernfalls schuldet der Kleinunternehmer dem Finanzamt die Umsatzsteuer obwohl der Leistungsempfänger den Fehler bei der Ausstellung der Gutschrift gemacht hat.

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Kleinunternehmer – kein MWSt-Ausweis auf Quittungen

unser Tipp des Monats März:

Ein Kleinunternehmer darf auf seinen Rechnungen / Quittungen weder die Umsatzsteuer (MWSt) gesondert als Betrag ausweisen, noch den %-Satz der Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer notieren.

Wenn ein Kleinunternehmer, der Kleinbetragsrechnungen auf einem Quittungsblock schreibt, neben dem Rechnungsbetrag auch den Umsatzsteuersatz (%) angibt, muss er – trotz der Kleinunternehmerregelung – die Umsatzsteuer abführen.

Nur wenn Quittungen keine Angaben zu Steuersätzen enthalten, ist auch eindeutig zu erkennen, dass keine Umsatzsteuer erhoben wird und somit der Rechnungsempfänger auch keine Vorsteuer abziehen darf.

Wer also in einer Rechnung einen Steuerbetrag gesondert ausweist, obwohl er zum gesonderten Ausweis der Steuer nicht berechtigt ist (unberechtigter Steuerausweis), schuldet nach § 14c UStG den ausgewiesenen Betrag.

Diese Vorschrift gilt auch für einen Kleinunternehmer, der die Umsatzgrenzen des § 19 UStG nicht überschritten hat und deshalb keine Umsatzsteuer zu entrichten braucht.

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Kosten für das häusliche Arbeitszimmer

Eine Kostenaufteilung für häusliche Arbeitszimmer, welche überwiegend geschäftlich genutzt werden, ist nun doch möglich (lt. Beschluss vom 21.11.13 IX R 23/12). Bisher beharrte die Rechtsprechung auf der Nichtabziehbarkeit „gemischter“ Aufwendungen (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG). Der 9. Senat des BFH meint nun, es sei dennoch „anteilig“ als steuerlicher Aufwand zu berücksichtigen.

Aufwendungen für abgeschlossene häusliche Arbeitszimmer, die (in zeitlicher Hinsicht) nur teilweise beruflich bzw. betrieblich genutzt werden sind somit anteilig als Werbungskosten abzugsfähig.

Näheres zur Klage:

Der Kläger des Ausgangsverfahrens bewohnt ein Einfamilienhaus, in dem sich auch ein – mit einem Schreibtisch, Büroschränken, Regalen sowie einem Computer ausgestattetes – sog. „häusliches“ Arbeitszimmer befindet. Von seinem Arbeitszimmer aus verwaltet der Kläger zwei in seinem Eigentum stehende vermietete Mehrfamilienhäuser. Die Kosten für das Arbeitszimmer machte der Kläger bei seinen Einkünften aus der Vermietung der Mehrfamilienhäuser geltend. Das Finanzamt hat die Kosten nicht zum Abzug zugelassen, da sog. gemischte Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer nach der gesetzlichen Regelung des EStG (Einkommensteuergesetzes) nicht abgezogen werden dürften.

Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) hat der Kläger nachweislich das Arbeitszimmer zu 60 % zur Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung genutzt. Das FG hat daher entschieden, dass der Kläger 60 % des von ihm geltend gemachten Aufwands als Werbungskosten absetzen kann. Es wendet damit die Rechtsprechung des Großen Senats aus dem Jahr 2009 (Beschluss vom 21. September 2009 GrS 1/06), wonach für Aufwendungen, die sowohl beruflich-betriebliche als auch privat veranlasste Teile enthalten (gemischte Aufwendungen), kein allgemeines Aufteilungs- und Abzugsverbot gilt, auch auf das häusliche Arbeitszimmer an. Der vorlegende IX. Senat folgt dem.

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Geringere Sanktionen für Bilanz-Offenlegungsverstöße

Wenn GmbH-Jahresabschlüsse nicht fristgerecht offengelegt wurden galt bisher ein Mindestbußgeld von 2.500,- Euro. Nun ist der Weg frei für weitaus geringere Bußgelder was vor allem kleine Kapitalgesellschaften freuen dürfte.

Das Gesetz zur Reform des handelsrechtlichen Ordnungsgeldverfahrens legt die Ordnungsgelder zukünftig nach Größe des Unternehmens (der Kapitalgesellschaft, z.B. GmbH) fest.

Nach dem Bundestag hat nun auch der Bundesrat am 20.9.2013 der neuen Regelung zugestimmt. Das Gesetz wird wohl bald in Kraft treten. Es besagt im Wesentlichen folgende Ordnungsgelder für verspätetes Offenlegen (bzw. Hinterlegen bei KleinstG):

  • Für Kleinstkapitalgesellschaften, 500 Euro
  • Für kleine Kapitalgesellschaften, 1.000 Euro
  • Bei geringfügiger Überschreitung, auch unter die genannten Beträge
  • Es wird das Verschulden geprüft – Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand ist möglich, wenn unverschuldet Unterlagen nicht eingereicht wurden

§ 335 HGB § 335a HGB

Herzliche Grüße
Ihre Aplus Steuerberater München
http://aplus-steuerberater.de

Tipp des Monats April

Ehegatten-Arbeitsverhältnisse

Besondere Vorsicht ist bei Arbeitsverträgen unter Ehegatten angesagt!

Nach einem neuerlichen Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf wurde die Klage abgewiesen, in dem es um die steuerliche Anerkennung eines Arbeitsvertrages unter Ehegatten ging. Aufgrund der Nichtanerkennung des Ehegatten-Arbeitsverhältnisses sind nachträglich neben den im Prüfungszeitraum geleisteten Gehaltszahlungen auch die abgeführten Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung sowie die pauschale Lohnsteuer, Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag nicht als Betriebsausgabe ansetzbar und wirken gewinnerhöhend.

In diesem Fall war der Inhalt des Arbeitsvertrages und dessen tatsächliche Durchführung nicht fremdüblich. Es wurde nur eine monatliche Arbeitszeit ohne feste Arbeitszeiten mit der Klausel „in Abhängigkeit von der betrieblichen Notwendigkeit“ festgelegt und die Ehefrau hatte ihre Tätigkeit zu Hause verrichtet. Auch die genaue Tätigkeit und der Umfang der Arbeiten ging nicht aus dem Arbeitsvertrag hervor. Unter fremden Dritten wäre ein Arbeitgeber in der Regel mit einer derartigen Regelung nicht einverstanden gewesen.

Wichtig wäre in diesem Fall – bei Vereinbarung variabler Arbeitszeiten – zumindest eine wöchentliche Arbeitszeit festzulegen und Aufzeichnungen mit Angabe der Arbeitszeiten und den verrichteten Arbeiten anzufertigen.

Ein Ehegatten-Arbeitsverhältnis muss zivilrechtlich wirksam vereinbart und der Vereinbarung entsprechend auch tatsächlich durchgeführt werden. Inhaltlich muss es sowohl in der Vereinbarung als auch in der Durchführung dem entsprechen, was bei Arbeitsverträgen unter Fremden üblich ist.

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Tipp des Monats März

Aufzeichnungspflicht über Bareinnahmen jetzt

auch für Einnahmen-Überschuss-Rechner

Achtung! Alle Betriebe die nicht buchführungspflichtig sind und nach § 4 (3) EStG zur Steuer veranlagt werden (z. B. kleine Kiosk-Besitzer), müssen ihre Bareinnahmen  für einen sachverständigen Dritten (z. B. Prüfer vom Finanzamt) nachvollziehbar dokumentieren. Diese müssen jederzeit in vertretbarer Zeit überprüfbar sein. Eine bloße Belegsammlung ist nicht ausreichend!

Das Niedersächsische Finanzgericht hat kürzlich entschieden, dass eine tägliche Auszählung und Dokumentation des Kassenendbestandes als Mindestmaß für eine ordnungsgemäße Gewinnermittlung erforderlich ist.

Auch wenn der Einnahmen-Überschuss-Rechner gesetzlich nicht gezwungen ist, ein Kassenbuch zu führen, trägt er doch, wie jeder andere Steuerpflichtige auch, die Gefahr, dass das Finanzamt wegen nicht hinreichender Aufzeichnungen die Besteuerungsgrundlagen nicht ermitteln oder berechnen kann und deshalb die Voraussetzung für eine Hinzuschätzung erfüllt sind.

Unser im Beispiel genannte Kioskbesitzer mit einer offenen Ladenkasse kann z. B. seine täglichen Bareinnahmen in einen Kassenbericht eintragen. Dies hat zeitnah und vom Steuerpflichtigen selbst zu erfolgen. Auch alte Preislisten sollen für eventuelle Steuerprüfungen aufbewahrt werden um spätere Hinzuschätzungen zu den erklärten Gewinnen aus Gewerbebetrieb zu vermeiden.

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Ihre Aplus Steuerberater München

Tipp des Monats Januar

Verbesserung für kleine GmbH´s

Eingeschränkte Offenlegungspflicht der Bilanzen

Endlich ist es amtlich! Ein neues Gesetz sieht Erleichterungen für Kleinstbetriebe im Bereich der Rechnungslegung und Offenlegung der Bilanzen vor:

1. Kleinstkapitalgesellschaften (z. B. kleinere GmbH´s) können künftig wählen, ob sie die Offenlegungspflicht der jährlichen Jahresabschlüsse erfüllen durch: 

  • Veröffentlichung im Bundesanzeiger (wie bisher) oder
  • Hinterlegung am Gericht.

Die Bilanz muss damit nicht mehr veröffentlicht, sondern kann auch hinterlegt werden. Wenn Interessenten (z.B. Kunden, Konkurrenten, Nachbarn etc.) diese Bilanzen sehen wollen, ist eine kostenpflichtige Anfrage nötig. Damit wird erreicht, dass nicht jeder Dritte ohne Hürde eine Bilanzeinsicht im Internet durchführen kann. Eine einheitliche elektronische Einreichung bleibt aber vorgeschrieben.

2. Kleinstunternehmen können auf die Erstellung eines Anhangs zur Bilanz verzichten, wenn sie bestimmte Angaben (u. a. Haftungsverhältnisse) unter der Bilanz angeben.

3. Es können auch vereinfachte Gliederungsschemata im Jahresabschluss verwendet werden.

Die Neuregelungen im Bilanzrecht gelten nur für Kleinstbetriebe. Das sind Betriebe, die an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen zwei der drei nachfolgenden Merkmale nicht überschreiten:

  1. Umsatzerlöse bis € 700.000,-
  2. Bilanzsumme bis € 350.000,- sowie
  3. durchschnittlich nur 10 beschäftigte Arbeitnehmer.

Dieses Gesetz trat am 28.12.2012 in Kraft. Grundlage dafür ist die im April 2012 in Kraft getretene EU-Micro-Richtlinie (2012/6/EU). Sie gelten erstmals für Geschäftsjahre mit dem Abschlussstichtag 31.Dezember 2012.

Wir halten Sie immer auf dem neuesten Stand in Sachen Steuern!

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089-61 38 75 0 oder per E-Mail unter: kanzlei@aplus-steuerberater.de zur Verfügung.

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Achtung: Authentifizierungspflicht für USt-Voranmeldung/LSt-Anmeldung ab 01.01.2013 !!!

Aufgrund einer Gesetzesänderung muss ab dem 1. Januar 2013 ein sicheres Verfahren zur Datenübermittlung von USt-Voranmeldungen und LSt-Anmeldungen an das Finanzamt verwendet werden. Es muss den Adressaten authentifizieren und die Vertraulichkeit des elektronisch übermittelten Datensatzes gewährleisten.

Möglich ist diese authentifizierte Datenübermittlung über ein Portal der Finanzverwaltung wie z. B. über Elster (www.elsteronline.de) oder über das DATEV-Rechnungszentrum.

Achtung: Die Einrichtung und Beantragung der Elster-Übermittlung rechtzeitig einleiten, da die Bearbeitungszeit der Finanzverwaltung bis zu zwei Wochen betragen kann!!!

Die Datenübermittlung über DATEV ist bereits automatisch authentifiziert. (www.datev.de/ustva)

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Erleichterungen für viele GmbHs – Veröffentlichungspflicht bald ade

Die oft so verhasste Veröffentlichungspflicht von Jahresabschlüssen im Handelsregister könnte bald für kleinere Unternehmen kippen. Gleiches gilt für bestimmte Bilanzvorschriften, denn am 21.02.2012 hat der Rat der Wirtschafts- und Finanzminister in Brüssel die sogenannte Micro-Richtlinie verabschiedet.

Konkret wären dies u.a. folgende Erleichterungen:

  • – Befreiung von bestimmten Bilanzierungspflichten. Kleinstunternehmen dürfen beispielsweise auf den umfangreichen Anhang zur Bilanz verzichten.
  • – Einschränkung der Veröffentlichungspflicht. Die Offenlegung der Rechnungslegungsunterlagen von Kleinstunternehmen gegenüber der breiten Öffentlichkeit ist nicht mehr zwingend erforderlich. Vielmehr können die Mitgliedstaaten vorsehen, dass es ausreicht, wenn Kleinstunternehmen ihre Jahresabschlüsse nur noch an ein Register übersenden, wo sie nur bei Nachfrage an Dritte zur Information herausgegeben werden.

Von den Befreiungen profitieren Unternehmen, die mindestens zwei der folgenden drei Schwellenwerte unterschreiten: 350.000 Euro Bilanzsumme, 700.000 Euro Jahresumsatz und zehn Mitarbeiter.

Deutschland hat dem zugestimmt und muss die Richtlinie nur noch in nationales Recht umsetzen. Wann konkret dies der Fall sein wird ist derzeit noch nicht absehbar, aber allemal zu erwarten.

Damit würden viele GmbH´s oder kleine GmbH & Co.KG´s in den Genuss kommen können und von diesen bürokratischen Belastungen befreit werden. Kleinstunternehmen können sich freuen, denn deren Bilanzen werden abgespeckt, wie es das Bundesministerium der Justiz in seiner Onlinemitteilung nennt. Quelle: BMJ online

Bei Fragen hierzu stehen wir Ihnen natürlich gerne unter 089 / 61 38 75 0 oder per Email: kanzlei@aplus-steuerberater.de zur Verfügung.

Herzlichst,
Monika Lyssoudis