Konjunkturpaket 2020

unser Tipp des Monats:

Die steuerlichen Maßnahmen des Konjunkturpakets haben wir für Sie nachfolgend auszugsweise zusammengefasst:

  • Degressive Abschreibung für bewegliche Anlagegüter 2,5-fache der linearen AfA max. 25% der Anschaffungskosten.
  • Autos ohne Kohlendioxidemissionen bis Bruttolistenpreis von € 60.000 (statt bisher € 40.000) gilt bei der 1%-Methode nur noch ¼ des BLP, beim Fahrtenbuch nur ¼ des Kaufpreises bzw. der Leasingraten
  • Höhere Gewerbesteueranrechnung ab 2020 von bisher 3,8 auf nunmehr 4,0 des GewSt-Messbetrages für Einzelunternehmen und Personengesellschaften
  • Kinderförderung: Bonus € 300 pro kindergeldberechtigtem Kind, allerdings Anrechnung auf Kinderfreibetrag. Erhöhung Entlastungsbetrag für Alleinerziehenden
  • Senkung der Umsatzsteuer von 19%/7% auf 16%/5% (siehe hierzu unseren TdM 6/2020
  • Um 1 Jahr verlängerte Investitionsfristen für §6b-Rücklagen und §7g-Investitions-abzugsbeträge
  • Verschiebung Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer 26. des zweiten Folgemonats
  • Erhöhung Verlustrücktragsmöglichkeit auf 5 Mio. € bzw. 10 Mio. € bei Zusammenveranlagung
  • Vorab-Verlustrücktrag von 2020 auf 2019 möglich i.H.v. 30% des Gesamtbetrag der Einkünfte 2019. Endabrechnung mit dem tatsächlichen Verlust 2020
  • Erhöhung der Forschungszulage für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
  • Verjährungsfristen für schwere Steuerhinterziehungen auf 25 Jahre verlängert.

Für Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Umsetzung des Konjunkturpakets

Die Bundesregierung hat die Eckpunkte des Koalitionsausschusses vom 3. Juni 2020 zu den steuerrechtlichen Maßnahmen aufgegriffen und einen Gesetzentwurf zur Umsetzung vorgelegt. Hier erklären wir Ihnen die Maßnahmen im Einzelnen:

Die Senkung der Umsatzsteuer wird dem Konsum einen kräftigen Impuls und der Konjunktur neuen Schub geben. Sie kommt besonders Beziehern von kleineren Einkommen zugute, die einen größeren Anteil ihres Einkommens für den Konsum ausgeben.

  • Die Umsatzsteuersätze werden befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 von 19 auf 16 Prozent und der ermäßigte Satz von 7 auf 5 Prozent gesenkt. Die Finanzverwaltung wird alles daransetzen, die Anwendung der neuen Regelungen für die Unternehmen möglichst flexibel und praktikabel zu gestalten.
  • Der Bund übernimmt weitgehend die aus der Senkung der Umsatzsteuersätze im zweiten Halbjahr 2020 resultierenden Mindereinnahmen von geschätzten 19,6 Mrd. Euro und entlastet die Länder bereits im laufenden Jahr um 6 Mrd. Euro.

Familien mit Kindern und insbesondere Alleinerziehende wurden in Zeiten der Corona-Pandemie durch besondere Einschränkungen belastet. Ihnen wird mit dem Kinderbonus und der befristeten Erhöhung des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende geholfen.

  • Für jedes kindergeldberechtigte Kind wird ein Kinderbonus von 300 Euro gewährt. Über den bereits im Familienentlastungsgesetz vom 29. November 2018 enthaltenen Förderschwerpunkt für Familien (spürbare Anhebung des Kindergeldes und des Kinderfreibetrages) hinaus wird das Kindergeld um einen Einmalbetrag von 300 Euro (Kinderbonus 2020) erhöht. Die Auszahlung erfolgt aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung grundsätzlich in zwei gleichen Teilen von jeweils 150 Euro im September und Oktober 2020. Kinder, für die im September 2020 kein Anspruch auf Kindergeld besteht, werden ebenfalls berücksichtigt, wenn für sie in einem anderen Monat des Jahres 2020 ein Kindergeldanspruch besteht.
  • Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wird befristet auf zwei Jahre von derzeit 1 908 Euro auf 4 008 Euro für die Jahre 2020 und 2021 angehoben. Damit wird den eingeschränkten Betreuungsmöglichkeiten für Kinder in Zeiten der Corona-Pandemie und den damit verbundenen besonderen Einschränkungen für Alleinerziehende Rechnung getragen.

Unternehmen werden bei der wirtschaftlichen Erholung mit gezielten Maßnahmen unterstützt. Mit der Einführung der degressiven Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter, der Verbesserung der Möglichkeiten der Verlustverrechnung und der Erhöhung der steuerlichen Forschungszulage werden zusätzliche Investitionsanreize gesetzt und die Liquidität in den Unternehmen gestärkt. Die Verschiebung der Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer um rund sechs Wochen stärkt die Liquidität importierender Unternehmen und verbessert die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Import- und Logistikwirtschaft.

  • Der steuerliche Verlustrücktrag wird für die Jahre 2020 und 2021 auf 5 Mio. Euro bzw. 10 Mio. Euro (bei Zusammenveranlagung) erweitert. Der Verlustrücktrag kann unmittelbar finanzwirksam schon mit der Steuererklärung 2019 genutzt werden. Neben der Möglichkeit eines Pauschalansatzes in Höhe von 30 % kann auch ein höherer rücktragsfähiger Verlust anhand detaillierter Unterlagen (z. B. betriebswirtschaftlicher Auswertungen) nachgewiesen werden. Er kann nicht nur bei der Jahressteuerfestsetzung für 2019, sondern auch bei der Herabsetzung von Vorauszahlungen genutzt werden. Sollte sich im Rahmen der Jahressteuerfestsetzung für 2019 eine Nachzahlung aufgrund der herabgesetzten Vorauszahlungen wegen eines voraussichtlich erwarteten rücktragsfähigen Verlustes für 2020 ergeben, wird diese auf Antrag zinslos gestundet.
  • Einführung einer degressiven Abschreibung in Höhe von 25 Prozent, höchstens das 2,5-fache der linearen Abschreibung, für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die in den Jahren 2020 und 2021 angeschafft oder hergestellt werden. Die Unternehmen haben so die Möglichkeiten zur Minderung ihrer Steuervorauszahlungen und können Liquiditätsvorteile zügig nutzen. Die degressive Abschreibung fördert die schnellere Refinanzierung und schafft über diesen Mechanismus bereits im noch laufenden Veranlagungszeitraum unternehmerische Vorteile und Investitionsanreize, die für die nötige Stabilisierung der Wirtschaft sorgen.
  • Bei der Gewerbesteuer wird der Freibetrag für die Hinzurechnungstatbestände zur Entlastung und Liquiditätssteigerung insbesondere von kleineren und mittleren Unternehmen ab dem Erhebungszeitraum 2020 auf 200 000 Euro angehoben.
  • Erhöhung der maximalen jährlichen Bemessungsgrundlage der steuerlichen Forschungszulage von 2 auf 4 Mio. Euro im Zeitraum von 2020 bis 2025. Die Erhöhung der Forschungszulage schafft für die forschenden Unternehmen zusätzliche Liquiditätsvorteile, die auch zur nötigen Stabilisierung der Wirtschaft beitragen.
  • Die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer wird auf den 26. des zweiten auf die Einfuhr folgenden Monats verschoben. Dadurch wird eine Angleichung der Wettbewerbsbedingungen an andere Mitgliedstaaten der EU erreicht, in denen eine unmittelbare Verrechnung von Einfuhrumsatzsteuer und Vorsteuerguthaben möglich ist.
  • Zur Vermeidung steuerlicher Nachteile infolge Corona-bedingter Investitionsausfälle werden die in 2020 endenden Fristen für die Verwendung von Investitionsabzugsbeträgen nach § 7g EStG um ein Jahr verlängert. Vorübergehend werden auch die Reinvestitionsfristen des § 6b EStG um ein Jahr verlängert. Dies schont die Liquidität der Unternehmen während der COVID-19-Pandemie. Kurzfristige Reinvestitionen zur Vermeidung der Rücklagenauflösung mit Gewinnzuschlag werden vermieden.
  • Der Ermäßigungsfaktor in § 35 EStG wird ab dem Veranlagungszeitraum 2020 von 3,8 auf 4,0 angehoben. Diese Erhöhung trägt den in den vergangenen Jahren gestiegenen Gewerbesteuer-Hebesätzen Rechnung. Bis zu einem Hebesatz von 420 Prozent können damit im Einzelfall Personenunternehmer durch die Steuerermäßigung vollständig von der Gewerbesteuer entlastet werden.

Im Übrigen enthält der Gesetzentwurf folgende Maßnahmen zur Umsetzung des Koalitionsbeschlusses:

  • Bei der Besteuerung der privaten Nutzung von Dienstwagen ohne Kohlendioxidemission wird der Höchstbetrag des Bruttolistenpreises auf 60 000 Euro angehoben. Bislang werden bei der privaten Nutzung eines betrieblichen Elektrofahrzeugs (inkl. Brennstoffzellenfahrzeuge) nur ein Viertel des Bruttolistenpreises der Besteuerung zugrunde gelegt. Dies gilt bislang jedoch nur, wenn der Bruttolistenpreis des Kraftfahrzeugs nicht mehr als 40 000 Euro beträgt.

(Quelle: BMF)

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Update vom 23.04.2020: weitere Corona-Hilfen

Die große Koalition hat sich auf weitere Corona-Hilfen geeinigt. Das Wichtigste nachfolgend:

Ermäßigter Steuersatz für die Gastronomie:
Für Umsätze vom 1.7.2020 bis 30.6.2020 gilt auch für Speisen, die in einem Restaurant o.ä. verzehrt werden, der ermäßigte Steuersatz von 7% (statt bisher 19%)

Absehbare Verluste verrechnen:
Geplant sind steuerliche Entlastungen indem absehbare Verluste für dieses Jahr mit Steuer-Vorauszahlungen aus dem vergangenen Jahr verrechnet werden dürfen. Dies soll für maximal 15 Prozent des Gewinns aus 2019 gelten.

Kurzarbeitergeld erhöht:
Das Kurzarbeitergeld soll ab dem 4. Monat auf 70%/77% und ab dem 7. Monat auf 80%/87% des Lohnausfalls erhöht werden. Die ersten 3 Monate bleiben bei 60%/67%. Weitere Informationen zum finden Sie auch im aktuellen Aplus-Merkblatt zum Kurzarbeitergeld. Auch soll der Zeitraum für einen Arbeitslosengeldanspruch verlängert werden.

Verlängerung der Erklärungsfrist für Lohnsteueranmeldungen:
Fristverlängerung um maximal 2 Monate ist auf Antrag möglich, sofern unverschuldet daran gehindert ist, die LSt-Anmeldungen pünktlich zu übermitteln.

(Quelle: BMF 23.04.2020)

Prämien für Arbeitnehmer bis 1.500 EUR steuerfrei:
Auf Beihilfen und Unterstützungen bis max. 1.500 EUR werden keine Steuern erhoben. Arbeitgeber können bis zu einem Betrag von 1.500 EUR steuerfrei nach § 3 Nr. 11 EStG steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren. Erfasst werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen dem 01.03.2020 und dem 31.12.2020 erhalten. Dies ist zwar nicht ganz neu, aber dennoch besonders Interessant für viele Branchen.

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Corona-Hilfen für Unternehmen

unser Tipp des Monats:

Fast alle Branchen sind von den Corona-Folgen betroffen. Prüfen Sie, welche der folgenden Fördermöglichkeiten für Sie in Frage kommen:

  • Vereinfachte Herabsetzung der Steuervorauszahlungen 2020
  • Zinslose Stundung von Steuernachzahlungen für Vorjahre sowie der laufenden Umsatzsteuer-Vorauszahlungen um 3 Monate
  • Fristverlängerungsmöglichkeit für die am 10.04.20 fällige USt-Voranmeldung und Lohnsteueranmeldung um 2 Monate
  • Verlängerung der Abgabefrist für Steuererklärungen 2018 auf Antrag
  • Erstattung der bereits bezahlten Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung 2020
  • Soforthilfe des Bundes und des Freistaats Bayern, abhängig von der Mitarbeiterzahl
  • Zinslose Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen März + April 2020 (Antrag über Krankenkassen)
  • Akut-Kredite mit Haftungsfreistellungen und Bürgschaften über die LfA und die KfW (Antrag über Hausbanken)
  • Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter mit Kurzarbeitergeld

Die meisten Förderungen setzen voraus, dass Ihr Unternehmen unmittelbar oder nicht unerheblich von den Corona-Einschränkungen betroffen ist und deshalb liquiditätsstützende Maßnahmen nötig sind.

Einen Überblick der steuerlichen Maßnahmen finden Sie auch unter: https://stmfh.bayern.de/service/finanzielle_hilfen/corona_2020/

Die Soforthilfe können Sie online beantragen unter: https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

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Aktualisierte Mandanten-Merkblätter

Kurzmitteilung

Seit Januar 2020 gibt es viele steuerliche Neuregelungen. Dazu wurden folgende Merkblätter aktualisiert. Diese stehen Ihnen unter Videotipps/Mandanten-Merkblätter auf unserer Website jederzeit  zur Verfügung.

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Testen Sie unser modernes App-Service!

Kurzmitteilung

Das macht App-etit! Moderne Erklärvideos, tagesaktuelle Steuernews und Steuer-Rechner für viele Anlässe – das alles bietet unsere Aplus-App. Jetzt gleich ausprobieren!

Überzeugen Sie sich selbst von unserem modernen App-Service:

  1. Monatliche Steuer-News für GmbH-Geschäftsführer, Unternehmer, Arbeitgeber und Arbeitnehmer u.a.
  2. Trendige Kurzvideos, die auch komplizierte Steuerthemen leicht verständlich machen.
  3. Das Wissenswerte-ABC für die „Immer-wieder-Fragen“ zum Nachschlagen!
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Neue Mandanten-Merkblätter

Kurzmitteilung

Unsere neuen Merkblätter für September mit interessanten Tipps zu Themen wie:

  • Minijobber & Aushilfskräfte,
  • Familienförderung,
  • Existenzgründung oder
  • Kassenkauf
stehen auf unserer Website zum Download bereit => klicken Sie hier

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Gratulation zur bestandenen Prüfung!

Kurzmitteilung

Wir gratulieren unserer Mitarbeiterin Frau Just ganz herzlich zur bestandenen Steuerfachwirtprüfung!

Damit wird unser Aplus-Team in der Außenstelle Holzkirchen um eine weitere Steuerexpertin bereichert.

Super Frau Just!!!

 

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Monika Lyssoudis und Silvio Kugler

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Familienentlastungsgesetz 2019

der Aplus Tipp des Monats Januar:

Der Bundesrat hat im November das Familienentlastungsgesetz verabschiedet. Es sieht zum einen eine Erhöhung des Kindergelds ab Juli 2019 vor und enthält zum anderen steuerliche Entlastungen für alle Steuerpflichtigen.

Die wesentlichen Neuregelungen:

  • Das Kindergeld wird ab dem 01.07.2019 um € 10 pro Monat und Kind erhöht. Es beträgt dann € 204 für das erste und zweite Kind, € 210 für das dritte Kind und € 235 ab dem vierten Kind. (Derzeit ist das Kindergeld folgendermaßen gestaffelt: € 194 / € 200 / € 225)
  • Der steuerliche Kinderfreibetrag wird ebenfalls erhöht – und zwar von bislang € 2.394 je Elternteil um € 96 auf € 2.490 je Elternteil ab 2019 und ab 2020 um weitere € 96 auf € 2.586  je Elternteil. (Hinweis: Pro Kind beträgt damit die Erhöhung jährlich € 192, da jeder Elternteil den um € 96 höheren Kinderfreibetrag erhält. Bei einem höheren Einkommen wirkt sich der Kinderfreibetrag günstiger aus als das Kindergeld. Der Betreuungsfreibetrag bleibt unverändert bei € 1.320 je Elternteil. Gemeinsam veranlagte Eltern können somit 2019 bis zu € 7.620 pro Kind von ihrem Einkommen abziehen.)
  • Der Grundfreibetrag, bis zu dem das Einkommen nicht besteuert wird, wird von € 9.000 auf € 9.168 im Jahr 2019 und ab 2020 auf € 9.408 angehoben.
  • Außerdem wird die Progression gemindert, indem die Eckwerte der Steuertabelle, bei denen sich der Steuersatz erhöht, entsprechend der Inflationsrate um 1,84 % für 2019 und um 1,95 % für 2020 erhöht werden. Diese Verschiebung der Eckwerte dient der Bekämpfung der kalten Progression, bei der sich der Steuersatz bereits durch eine inflationsbedingte Gehaltserhöhung erhöht und die Gehaltserhöhung durch den höheren Steuersatz zum Teil aufgefressen wird.
  • Der im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen maßgebliche Höchstbetrag für Unterhaltszahlungen an unterhaltsberechtigte Angehörige wird von € 9.000 ab 2019 auf € 9.168 und ab 2020 auf € 9.408 angehoben. Die Höchstbeträge entsprechen den jeweiligen Grundfreibeträgen in den kommenden zwei Jahren.

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Mandanteninformation zum Jahreswechsel

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir möchten Sie noch vor den Feiertagen auf unseren aktuellen Steuer-Newsletter zum Jahreswechsel aufmerksam machen.

Sie finden diesen auf unserer Website unter dem Reiter Newsletter im Archiv 2019.

Die Login-Daten zum neuen Newsletter-Archiv 2019 erhalten Sie auf Anfrage bzw. nach Ihrer Newsletter-Anforderung über unsere Website.

Unser Newsletter zum Jahreswechsel 2018/2019 informieren Sie über wesentliche, vollzogene oder geplante Änderungen im Steuer- und Wirtschaftsrecht zum Jahreswechsel 2018/2019 und bietet Ihnen Anlass, auch bestehende Sachverhalte zu überprüfen.

Inhalt

Privatbereich

  1. Kinderfreibetrag steigt in den nächsten beiden Jahren
  2. Höherer Grundfreibetrag in den Jahren 2019 und 2020
  3. Mehr Unterhaltsleistungen absetzbar
  4. Höheres Netto durch Anpassung des Steuertarifs
  5. Alle Jahre wieder: Kindergeld steigt
  6. Arbeitnehmer: Wann eine Steuererklärung abgegeben werden muss
  7. Elektroautos als Dienstwagen: Für 1 %-Regelung wird nur der halbe Listenpreis angesetzt
  8. Job-Ticket: Nutzer fahren künftig steuerfrei
  9. Betriebliches (Elektro-)Fahrrad: Private Nutzung ist steuerfrei
  10. “Grenzüberschreitende” Vorsorgeaufwendungen: Sonderausgabenabzug möglich
  11. Riester-Rente: Identifikationsnummer von Kindern muss angegeben werden
  12. Betriebsrentenstärkungsgesetz: Folgeänderungen
  13. Pflegegrad 1: Entlastungsbetrag bei Weiterleitung steuerfrei
  14. Sportliche Veranstaltungen: Wann Organisationsleistungen von Dachverbänden steuerfrei sind
  15. Rückwirkendes Ereignis: Umwandlung einer Partnerschaft in eine Ehe
  16. Umzugskostenpauschale: Rückwirkende Erhöhung
  17. Midijobs: Grenze wird angehoben, Übergangsbereich ersetzt Gleitzone
  18. Höherer Mindestlohn ab 2019 und 2020
  19. Das sind die neuen Sozialversicherungswerte für 2019
  20. So hoch sind die Sachbezugswerte für 2019
  21. Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt
  22. Beitrag zur Pflegeversicherung steigt
  23. Baukindergeld: Was lange währt

Unternehmer und Freiberufler

  1. Betriebliche Gesundheitsförderung: Steuerbefreiung nur bei Zertifizierung
  2. Elektronische Marktplätze: Aufzeichnungspflichten und Haftung
  3. Elektronische Dienstleistungen an Nichtunternehmer: Einführung eines Schwellenwerts
  4. Befristete Teilzeit ab 2019 möglich
  5. Kurzfristige Beschäftigung: 70-Tage-Regel wird verlängert
  6. E-Rechnung und X-Rechnung: Was Unternehmer jetzt beachten müssen

GmbH-Gesellschafter/-Geschäftsführer

  1. Gutscheine im europäischen Binnenmarkt: So werden sie umsatzsteuerlich behandelt
  2. Verlustabzug bei Kapitalgesellschaften: Verfassungskonforme Regelung
  3. Grunderwerbsteuer: Was bei einer Veräußerung übermittelt werden muss
  4. Investmentsteuerreformgesetz 2018: Folgeänderungen
  5. Mangel an bezahlbarem Wohnraum: Neue Sonderabschreibung soll Abhilfe schaffen.

Noch Fragen? Wir beraten Sie gerne – ab dem 07. Januar sind wir wieder in der Kanzlei.

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Wir wünschen Ihnen schöne Weihnachtsfeiertage sowie ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

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Mit freundlichen Grüßen

Ihre Aplus Steuerberater
Monika Lyssoudis und Silvio Kugler

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