Haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen

der Aplus-Tipp des Monats Mai:

In unserem ausführlichen Merkblatt zu diesem Thema finden Sie Informationen zu:

  • Minijobs im Privathaushalt
  • Dienstleistungen allgemeiner Art
  • Handwerkerleistungen
  • Was heißt „im eigenen Haushalt“?
  • Wer erhält die Steuerermäßigung?
  • Wann entfällt die Steuerermäßigung?
  • Was ist noch zu beachten?
  • Checkliste der begünstigten Aufwendungen
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen
  • Handwerkerleistungen

Beispiel Privathaushalt:

Sie lassen Ihre zu eigenen Wohnzwecken genutzte Wohnung durch einen Minijobber reinigen. Die Kosten belaufen sich im Jahr beispielsweise auf € 2.400. Es fallen 14,8% Nebenkosten an (5% RV, 5% KV, 1,6% UV, 1,2% Umlage, 2% Steuer) – das sind in diesem Fall € 355,20 (Anmeldung über www.minijob-zentrale.de).

Ihre tarifliche Einkommensteuer mindert sich um 20% der Kosten (€ 2.400 + € 355,20), also um € 551,04 bzw. um den Höchstbetrag der Steuerermäßigung von € 510. Die Steuerersparnis ist damit höher als die Nebenkosten und zudem ist die Reinigungskraft offiziell angemeldet.

Beispiel Handwerker:

Sie nehmen Handwerkerleistungen in Ihrem Privathaushalt für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen in Anspruch, lassen sich eine Rechnung geben, heben diese mindestens 2 Jahre auf und zahlen diese nicht bar sondern per Überweisung oder Lastschrift. Es ermäßigt sich die Einkommensteuer um 20% der Kosten für den Dienstleistungsanteil, höchstens jedoch um € 1.200 jährlich.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihre Aplus Steuerberater

Unsere Blog-Beiträge werden mit größter Sorgfalt recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte können wir jedoch keine Gewähr übernehmen. Mit einem Klick zur Aplus-Homepage

Abzug nachträglicher Darlehenszinsen bei Vermietung

Bei Verkauf einer vermieteten Immobilie können nachträgliche Darlehenszinsen in der Steuererklärung als (nachträgliche) Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung auch dann abgezogen werden, wenn der Verkauf nach Ablauf der 10-Jahresfrist seit Erwerb erfolgt und daher grundsätzlich nicht steuerbar ist.

Voraussetzung ist allerdings, dass der Verkaufserlös nicht reicht um die Darlehensrestschuld zu tilgen.

War der Steuerpflichtige an einer vermögensverwaltenden Personengesellschaft beteiligt, können nach Beendigung die dort aufgenommenen Darlehen zur Immobilienfinanzierung grundsätzlich in dem Umfang berücksichtigt werden, in dem ihm davor auch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung anteilig zugerechnet wurden.

Dies trifft bei gleichen Voraussetzungen im Einzelfall auch auf gezahlte Schuldzinsen von Refinanzierungs- oder Umschuldungsdarlehen zu.

Quelle: BFH-Urteil vom 8. April 2014, veröffentlich am 14.05.14

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Umwandlung von freiwilligen Zahlungen – Minderung der Abgabenlast

Tipp des Monats September:

Von einer freiwilligen Zahlung wie z. B. Weihnachtsgeld verbleibt dem Normalverdiener in der Regel nur etwas mehr als die Hälfte. Die andere Hälfte behält der Gesetzgeber für Steuern und Sozialabgaben ein.

An Stelle dieser – zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährten – freiwilligen Zahlung kann der Arbeitgeber bestimmte steuerbegünstigte Leistungen gewähren. Diese kommen dem Arbeitnehmer in voller Höhe zu Gute. Der Arbeitgeber entrichtet ggf. eine Pauschalsteuer. Der Arbeitnehmer erhält einen lohnsteuer- und sozialversicherungsfreien Zuschuss beispielsweise in Form von:

  • Fahrtkostenzuschuss für Fahrten Wohnung/Arbeitsstätte (pauschalversteuert 15%)
  • Kindergartenzuschuss
  • Leistungen zu betrieblicher Gesundheitsförderung
  • Betriebliche Altersversorgung
  • Fortbildungskosten

Damit kann der Arbeitgeber z. B. einen Fahrtkostenzuschuss in Höhe der Entfernungs-pauschale für das ganze Jahr bezahlen.

Ein Beispiel dazu: Bei einer Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte von 20 Kilometern und 200 Arbeitstagen im Jahr ergeben sich dabei maximal  € 1.200,00.

(20 km/Arbeitstag * € 0,30/km * 200 Arbeitstage/Jahr = € 1.200,–/Jahr)

Dieser Zuschuss kann auf das Weihnachtsgeld angerechnet werden (= Umwandlung) und kann somit vom Arbeitgeber pauschal mit 15% versteuert werden. Die Pauschalierung der Lohnsteuer löst Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung aus.

Bitte beachten Sie, dass diese Aufzählung nicht vollständig ist, sondern nur das aus unserer Sicht Wichtigste enthält.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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