Reisetagebuch

der Aplus-Tipp des Monats September:

Dokumentieren Sie berufliche Reisen möglichst ausführlich und umfangreich! Bei fehlenden Belegen hilft in der Regel ein selbst geschriebenes „Reisetagebuch“.

Ohne die genaue Dokumentation des privaten und beruflichen Anteils der Reise (z. B. anhand von Tagungsprogrammen, Broschüren o. ä., Taxi- und Bewirtungsbelegen, selbst geschriebenen Reisetagebüchern mit Uhrzeitangaben etc.) sind die beruflichen Anteile nicht abziehbar, da bei fehlenden Nachweisen  die Finanzrichter i. d. R. eine private Mitveranlassung von nicht unerheblichem Umfang unterstellen.

Dies lässt sich durch ausführliche Dokumentationen leicht vermeiden.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Führung eines Kassenbuchs

unser Tipp des Monats Juni:

Das Thema „Kasse“ ist bei Prüfungen immer wieder relevant, daher haben wir für Sie ein übersichtliches Merkblatt zusammengestellt. Dieses gibt Antworten zu den häufigsten Fragen.

Besonders zu beachten:

  • Notwendigkeit einer täglichen Kassenbuchführung mit täglichen manuellem Kassensturz (Bargeld zählen)
  • Kassensoftware deren Eintragungen nicht abänderbar sind oder handschriftliche Kasse, keine Excel-Kasse
  • Alte Registrierkassen sind bis 31.12.16 auszutauschen, falls diese nicht nachrüstbar sind
  • Aufbewahrungspflicht aller digitalen Unterlagen, 10 Jahre lang, unveränderbar und vollständig, insbes. Gesamtkassenstreifen und Z-Bon mit lückenloser fortlaufender Nummerierung, Bedienungsanleitung der Registrierkasse
  • Keine Vermischung von Privatkonten mit Geschäftskonten, Einzelaufzeichnungen (insbesondere bei geschlossenen Veranstaltungen, bei Auslandssachverhalten oder größeren Einnahmen
  • bei Einnahmen ab 15.000 € muss nach dem GwG die Identität des Geschäftspartners festgehalten werden

Bitte klicken Sie auf Merkblatt, um dieses zu öffnen.

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Belege für die Einkommensteuererklärung

Unser Merkblatt gibt einen Überblick, welche Belege für die Einkommensteuererklärung häufig benötigt werden. Sicher wird Sie nicht alles betreffen, aber das ein oder andere kann ein nützlicher Hinweis sein.

Bitte klicken Sie auf Merkblatt, um dieses zu öffnen.

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Verwaltungsanweisung für die Gewinnrealisierung von Abschlagszahlungen wurde aufgehoben!

Rolle rückwärts – die Verwaltungsanweisung für die Gewinnrealisierung von Abschlagszahlungen ist aufgehoben worden. Die Diskussion über die Gewinnrealisierung von Abschlagszahlungen ist damit beendet und für viele betroffene Bauträger, Architekten, Planer oder auch Handwerker sowie Dienstleister die mit Anzahlungen abrechnen, gilt wieder die Altregelung.

Die bisherige Neuregelung zur Gewinnrealisierung von Anzahlungen, die zu einer früheren Versteuerung des Gewinns geführt hätte, wurde nun rückwirkend aufgehoben! Die Rückkehr zur Altregelung ist meist vorteilhaft und auch praxisbewährt. Die vorzeitige Gewinnrealisierung und demnach Versteuerung tritt in den meisten Fällen daher wieder später ein, denn es wurde entschieden, dass das neue Urteil keine Anwendung auf Abschlagszahlungen gemäß § 15 der 2013 modifizierten HOAI und nach § 632a BGB findet. Dies ist sehr erfreulich.

Das BMF-Schreiben vom 14.05.2015 zur Gewinnrealisierung bei Abschlagszahlungen für Werkleistungen wurde durch das BMF mit Schreiben vom 15.3.2016 aufgehoben.

Demnach werden die Grundsätze des BFH-Urteils vom 14.5.2014 ausschließlich noch auf Abschlagszahlungen nach § 8 Abs. 2 HOAI a.F. begrenzt. Die alte Fassung der HOAI gilt für Leistungen, die bis zum 17.8.2009 vereinbart worden sind.

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Verluste aus dem Verfall von Optionen sind steuerlich berücksichtigungsfähig

Entgegen der Rechtsauffassung des BMF hat der BFH vor kurzem entschieden, dass Verluste aus dem Verfall von Optionen nun die Einkünfte aus Kapitalvermögen mindern.

In den Streitfällen hatten sich die Kurse der von Privatanlegern erworbenen Aktien- und Indexoptionen nicht wie erwartet entwickelt. Sie mussten am Ende der Laufzeit als wertlos aus deren Depots ausgebucht werden. Die Verluste machten die Anleger als Werbungskosten bei ihren Einkünften aus Kapitalvermögen geltend.

Nach dem aktuellen Urteil erkennt der BFH die Verluste durch wertlos gewordene Optionen steuerlich an – sie sind bei der Ermittlung der Einkünfte aus Kapitalvermögen zu berücksichtigen und Steuerpflichtige dürfen daher nun auch den Wertverlust mit anderen Einkünften aus Kapitalvermögen (z. B. Einnahmen aus Zinsen oder Dividenden) verrechnen.

Es ist dabei unerheblich, ob der Anleger aufgrund der Option auch den zugrundeliegenden Basiswert erwirbt oder ob er einen sich aus dem Optionsgeschäft ergebenen Unterschiedsbetrag in bar ausgleicht. Der BFH betrachtet die Anschaffung der Option und den Ausgang des Optionsgeschäfts als Einheit.

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Reinigung von Arbeitskleidung

unser Tipp des Monats März:

Grundsätzlich sind Aufwendungen für die Anschaffung, Instandsetzung und Reini­gung von Bekleidung nicht den Werbungskosten zuzurechnen. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz gilt jedoch, wenn es sich um typische Berufskleidung (wie z. B. Uniformen, Amtstrachten, Kittel und Schutzkleidung) handelt. In diesem Fall sind nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch sonstige Aufwendungen zur Instandhaltung oder Reinigung als Werbungskosten von der Steuer absetzbar.

Aufwendungen für die Reinigung typischer Berufskleidung können auch dann als Werbungskosten geltend gemacht werden, wenn sie im eigenen Haushalt anfallen.

Abziehbar sind sowohl die unmittelbaren Kosten des Waschvorgangs (Wasser- und Energiekosten, Wasch- und Spülmittel), als auch die Aufwendungen in Form der Abnutzung sowie Instandhaltung und Wartung der für die Reinigung eingesetzten Waschmaschine. Dies gilt auch dann, wenn die Waschmaschine sowohl für die Reinigung von Berufswäsche also auch für private Wäsche eingesetzt wird.

Die Reinigungskosten können anhand repräsentativer Daten der Verbraucherschutz-verbände oder Hersteller unter Berücksichtigung der Angaben des Steuerpflichtigen geschätzt werden.

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Mindestlohn – Dokumentationspflichten gelockert

unser Tipp des Monats Dezember:

Zur Erfüllung der Aufzeichnungspflichten nach dem Mindestlohngesetz sind Unternehmer verpflichtet, die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter bestimmter Branchen, sowie von allen Minijobbern zu dokumentieren. Diese Dokumentationspflicht ist seit dem 01.08.2015 entfallen, wenn das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt mehr als € 2.000 brutto beträgt.

Bislang entfiel die Dokumentationspflicht des Arbeitgebers erst ab einer Grenze von mehr als € 2.958 verstetigtem Arbeitsentgelt. Diese Einkommensschwelle wurde mit der neuen Regelung vermindert und ergänzt. Danach entfällt die Aufzeichnungspflicht bereits dann, wenn das verstetigte regelmäßige Arbeitsentgelt der letzten tatsächlich abgerechneten zwölf Monate nachweislich über 2.000 € brutto lag. Zeiten ohne Anspruch auf Arbeitsentgelt bleiben bei der Berechnung des Zwölfmonatszeitraumes unberücksichtigt.

Eine weitere Erleichterung für Arbeitgeber ist, dass es nun keine Aufzeichnungspflicht mehr für im Betrieb arbeitende Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder und Eltern des Arbeitgebers gibt. Sollte der Arbeitgeber keine natürliche Person sein, sondern zum Beispiel eine GmbH oder eine GbR, so kommt es auf die Beziehung der Arbeitnehmer zum vertretungsberechtigten Organ bzw. Gesellschafter an.

Die Aufwände der Unternehmer werden somit verringert.

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Umsatzsteuer- und Lohnsteuer-Nachschau

unser Tipp des Monats Oktober:

Seit einiger Zeit stehen den Finanzbehörden neue Prüfungsinstrumente zur Verfügung:
Die Umsatzsteuer-, sowie die Lohnsteuer-Nachschau.

Bei beiden Kontrollen können Finanzbeamte unangekündigt zu üblichen Geschäftszeiten Grundstücke und Räume Ihres Unternehmens betreten. Meist geschieht dies in Verdachtsfällen. Sobald sich der Prüfer ausgewiesen hat, kann er sich Aufzeichnungen und Geschäftspapiere, die die Umsatzsteuer- bzw. Lohnsteuer betreffen, vorlegen lassen. Allerdings darf der Finanzbeamte weder Ihre privaten Räume betreten, noch Auskünfte verlangen, welche sich auf andere Steuerarten beziehen.

Zur Umsatzsteuer-Nachschau

Die Umsatzsteuer-Nachschau wird besonders in den Fällen einer Existenzprüfung von neu gegründeten Unternehmen und regelmäßig hohen Vorsteuererstattungen durchgeführt. Falls die bei der Umsatzsteuer-Nachschau getroffenen Feststellungen dazu Anlass geben, kann der Prüfer direkt zu einer Außenprüfung, nach vorherigem schriftlichem Hinweis übergehen.

Zur Lohnsteuer-Nachschau

Bei der Lohnsteuer-Nachschau wird überprüft, ob die buchhalterischen Abläufe genauso stattgefunden haben wie sie gegenüber dem Finanzamt angegeben wurden. Auch hier kann der Prüfer sofort zu einer Außenprüfung übergehen falls er verdächtige Sachverhalte findet. Für eine Selbstanzeige ist es bereits zu spät, sobald der Finanzbeamte vor Ort ist.

Das sollten Sie beachten:

  • der Finanzbeamte muss sich ausweisen können
  • informieren Sie sich genau über Anlass und Umfang der Nachschau
  • verweigern Sie dem Prüfer nicht den Zutritt, denn dies kann zu einer Außenprüfung führen
  • geben Sie keine zusätzlichen Unterlagen heraus, die nicht für die Nachschau relevant sind
  • Kontaktieren Sie uns falls sie betroffen sind, denn häufig sind die Prüfungen unproblematisch

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Spenden bis 200 €

Tipp des Monats September:

Spenden an eine steuerbegünstigte Organisation – z. B. an einen gemeinnützigen Verein – können als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Das Finanzamt verlangt für Spenden, die in der Steuererklärung geltend gemacht werden, allerdings eine Spendenbescheinigung, eine sogenannte Zuwendungsbestätigung.

Bei Spenden bis 200 € reicht jedoch ein vereinfachter Nachweis. Dies kann z. B. der Kontoauszug mit der Abbuchung oder ein Bareinzahlungsbeleg sein. Es müssen darauf nur der Name und die Kontonummer des Auftraggebers und des Spendenempfängers, sowie der Betrag und das Buchungsdatum erkennbar sein.

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Elektronisches Fahrtenbuch

Anforderungen an ein elektronisches Fahrtenbuch:

Wir möchten heute unsere Mandanten darauf aufmerksam machen, dass ein elektronisches Fahrtenbuch unter Umständen vom Finanzamt nicht anerkannt wird, wenn nachträglich Veränderungen oder Ergänzungen gemacht wurden.

Ein elektronisches Fahrtenbuch wird z. B. dann nicht anerkannt, wenn zu einem späteren Zeitpunkt noch Veränderungen vorgenommen worden sind, ohne dies zu dokumentieren.

Bitte achten Sie darauf, dass alle später vorgenommenen Änderungen bei gewöhnlicher Einsichtnahme klar erkennbar sein müssen. Soweit Programme zur Führung elektronischer Fahrtenbücher durch Updates modifiziert werden, muss auch zu jedem Zeitpunkt erkennbar sein, welche Eintragungen mit welcher Programmversion erfolgt sind.

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