Relevante Steueränderungen ab 01.01.2020

unser Tipp des Monats:

Zum Jahresanfang treten einige Verbesserungen in Kraft. Einzelne davon stellen wir kurz vor:

Bürokratieentlastungsgesetz III

  • Anhebung der lohnsteuerlichen Pauschalierungsgrenze von €62 auf €100 für Beiträge zu einer Gruppenunfallversicherung (Pauschale Lohnsteuer 20%; relevant ist Durchschnittsbeitrag ohne Versicherungssteuer pro Arbeitnehmer und Kalenderjahr. Beiträge sind kein Arbeitslohn wenn der Mitarbeiter keinen unmittelbaren Anspruch gegenüber der Versicherung hat.)
  • Anhebung der umsatzsteuerlichen Kleinunternehmergrenze von €17.500 auf €22.000 (Wirkt sich bereits auf 2019 aus, da § 19 I1UStG auf den Vorjahresumsatz abstellt.)
  • Anhebung des steuerfreien Höchstbetrags von €500 auf €600 für betriebliche Gesundheits-förderung
  • Option eines digitalen Meldescheins im Beherbergungsgewerbe
  • Zeitlich befristete Abschaffung der Verpflichtung zur monatlichen Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung für Neugründer, wenn voraussichtliche Umsatzsteuer nicht mehr als €7.500/Kalenderjahr (erst ab Jan. 2021)
  • Einführung einer elektronischen Arbeitsunfähigkeitsmeldung (erst ab Jan. 2022)

Der Bundesrat hat dem Bürokratieentlastungsgesetz III am 08.11.2019 zugestimmt. Nach einer zu erwartenden Unterschrift des Bundespräsidenten und Verkündung im Bundesgesetzblatt steht einem Inkrafttreten ab 01.01.2020 voraussichtlich nichts im Wege.

Mit dem Jahressteuergesetz 2019 sind weitere Verbesserungen geplant. Die Verabschiedung im Bundesrat ist für den 29.11.19 vorgesehen. Es geht um:

  • Anhebung der Verpflegungsmehraufwandspauschalten von €24 auf €28 und von €12 auf €14
  • 0,25% statt 1% Privatanteil für Kfz ohne CO2-Emmissionen bei Bruttolistenpreis bis €40.000
  • 50%-Sonderabschreibung für Elektronutzfahrzeuge
  • Pauschalversteuerungsmöglichkeit beim Jobticket ohne Anrechnung auf die Entfernungspauschale (Bei Nutzung der Steuerfreiheit des Jobtickets erfolgt eine Anrechnung auf die Entfernungspauschale)
  • Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug sowie Gutschein und Geldkarte
  • neuer Pauschbetrag für Berufskraftfahrer in Höhe von €8/Tag
  • 1/3-Bewertungsabschlag vom ortsüblichen Mietwert für Mitarbeiterwohnungen

(Quelle: NWBproPlus ReformRadar)

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Jahressteuergesetz – Neues ab 1. Januar 2019

unser Tipp des Monats Dezember:

Der Bundesrat hat ein neues Gesetz verabschiedet, welches ab 1. Januar in Kraft tritt.

Wir möchten davon nun drei wichtige Punkte herausnehmen:

1)_Förderung der Elektromobilität:

  • Verringerung der Versteuerung auf nur noch 0,5% vom Bruttolistenneupreis für Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge, die in der Zeit ab 1.1.2019 bis 31.12.2021 angeschafft oder geleast werden. (bei Hybrid ist eine Mindestreichweite von 40 km oder eine Höchstemission von 50 g CO2 pro km nötig) 

2)_Neue Steuerbefreiungen:

  • Steuerbefreiung für die private Nutzung eines betrieblichen Fahrrads bzw. Elektrofahrrads
  • Steuerbefreiung für Job-Tickets (Anrechnung des Vorteils auf die Entfernungspauschale)

3)_Änderung der Besteuerung von Gutscheinen (Einzweck- / Mehrzweck-Gutscheine):

  • Es handelt sich dann um einen Gutschein, wenn der Inhaber berechtigt ist, diesen an Zahlung statt zur Einlösung gegen Gegenstände oder Dienstleistungen zu verwenden.
  • Unterschiedliche Zeitpunkte der Steuerentstehung bei Einzweck- und Mehrzweck-Gutscheinen. Ein Einzweck-Gutschein ist ein Gutschein, bei dem bereits bei dessen Ausstellung alle Informationen zur umsatzsteuerlichen Behandlung vorliegen – die Besteuerung muss sofort bei Ausgabe des Gutscheins erfolgen. Alle anderen Gutscheine, bei denen im Zeitpunkt der Ausstellung nicht alle Informationen für die zuverlässige Bestimmung der Umsatzsteuer vorliegen, sind Mehrzweck-Gutscheine.

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Lohnsteuerförderung für Elektroautos

Der aplus-Tipp des monats januar:

Das elektrische Aufladen eines privaten Elektrofahrzeugs oder Hybridelektrofahrzeugs der Mitarbeiter ist ab 2017 steuerbefreit.

Der gewährte Vorteil für Ladestrom, den Mitarbeiter von einer Ladestation des Arbeitsgebers beziehen, wird damit gefördert.

Steuerfrei ist zwar auch die zeitweise Überlassung einer betrieblichen Ladevorrichtung zur privaten Nutzung, jedoch gibt es zur Steuerfreiheit des geldwerten Vorteils des von dieser Ladevorrichtung bezogenen Ladestroms umstrittene Verwaltungsmeinungen. Deshalb empfehlen wir den Ladestrom nur von einer ortsfesten betrieblichen Einrichtung des Arbeitsgebers zur Verfügung zu stellen.

Für geldwerte Vorteile aus einer Übereignung von Ladestationen und für Zuschüsse dazu hat der Arbeitgeber die Möglichkeit einer Pauschalbesteuerung mit 25 %, sofern die Vorteile zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden.

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