Sozialversicherungsfalle bei Minijobs

der Aplus Tipp des Monats März:

Beschäftigen Sie Minijobber auf Abruf? Dann sollten Sie dringend Ihre Arbeitsverträge überarbeiten, um folgende Sozialversicherungsfalle zu umgehen.

Wenn bei Minijobs mit Abrufarbeit keine konkreten Vereinbarungen über die zu leistende Arbeitszeit getroffen worden sind, kann das seit dem 01.01.2019 böse Folgen haben!

Denn seit diesem Jahr wird – ohne vertragliche Vereinbarung – generell eine Wochenarbeitszeit von 20 Stunden angenommen. (§ 12 Abs. 1 Satz 3 TzBfG)

Unter Berücksichtigung des neuen Mindestlohns von € 9,18 und einem Wochenfaktor von 4,33 ergibt sich somit ein Mindestlohn von € 796,47 pro Monat. Die Geringverdienstgrenze von € 450 ist somit erheblich überschritten und Sozialversicherungspflicht tritt ein.

Wie die vorstehenden Ausführungen deutlich machen, besteht hier ein erheblicher Handlungsbedarf bei Arbeitgebern.

(Quelle: LGP 2019, 24)

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihre Aplus Steuerberater

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Aplus-Videotipp zum Thema Bewirtungskosten

Video

So erkennt das Finanzamt Geschäftsessen an:

Laden Sie Geschäftspartner oder Kunden zum Essen ein, können Sie dafür Betriebsausgaben und Vorsteuer geltend machen. Allerdings prüft das Finanzamt genau, ob das Essen tatsächlich rein beruflich war. Außerdem brauchen Sie einen ordnungsgemäßen Bewirtungsbeleg. Alle wichtigen Infos zu Bewirtungskosten erfahren Sie in diesem kurzen Video.

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung!

Ihre Aplus-Steuerberater München

 

Fahndungswelle in bargeldintensiven Gewerbezweigen

Der Aplus Tipp des Monats Mai:

In den letzten Wochen und Monaten mehren sich Durchsuchungen der Steuerfahndung bei Gastronomen und in anderen bargeldintensiven Gewerbezweigen.

Als Ihr Steuerberater möchten wir daher unsere Mandanten in bargeldintensiven Gewerbezweigen frühzeitig sensibilisieren und vor unangenehmen Überraschungen im Rahmen einer Betriebsprüfung  schützen.

Neben den üblichen Verdachtsmomenten der Finanzbehörde, z. B. wegen vermeintlichen Schwarzein-/verkäufen oder angeblichen Schwarzlohnzahlungen, zeichnet sich dieses Mal eine andere Qualität der Ermittlung ab. Die bisher bekannten Fälle von Durchsuchungen fanden zum einen i. d. R. Während einer (teilweise schon länger) andauernden Betriebsprüfung statt. Ferner haben die Fälle insbesondere gemein, dass bei allen betroffenen Betrieben Auslöser die Annahme des Betriebsprüfers war, dass die Kassensoftware nicht mehr nachvollziehbare Manipulationsmöglichkeiten biete, zum Beispiel in Form von Stornierungen, und die betroffenen Gastronomen von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht hätten. Mitarbeiter der Finanzverwaltung haben sich offenbar recht intensiv mit der ein oder anderen Software beschäftigt, und halten diese für manipulierbar.

Diese Vorgehensweise zeigt deutlich eine angepasste Taktik bzw. eine neue Variante des Risikomanagements der Finanzverwaltung, nämlich die Personalnot durch auf bestimmte, insbesondere bargeldintensive Gewerbezweige spezialisierte Beamte zu kompensieren, die die dort genutzte technische Ausstattung genauso gut oder sogar besser verstehen, als die Anwender selbst. Dabei beschränkt sich die Finanzverwaltung nicht nur auf Gastronomiebetriebe. Dieselbe Taktik wird auch bei allen anderen bargeldintensiven Unternehmungen angewendet, so zum Beispiel bei Friseuren, Spielhallenbetreibern oder bei kleineren Einzelhandelsunternehmen.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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