Überblick: Steueränderungen zum Jahreswechsel 2012

Wie jedes Jahr hat der Gesetzgeber wieder zahlreiche Änderungen im Steuerrecht vorgenommen, welche vorwiegend zum 01.01.2012 in Kraft getreten sind.

Hier ein kurzer Überblick zu den wichtigsten Themen:

a) Die Umsatzgrenze zur Gewährung der Ist-Versteuerung wurde dauerhaft auf 500.000 EUR angehoben (d.h.die Umsatzsteuer muss erst bei Zahlung der Rechnung ans Finanzamt abgeführt werden).
b) Weitere Voraussetzung zur Steuerfreiheit bei innergemeinschaftlichen Lieferungen ist, dass der Abnehmer nachweist, dass der Gegenstand ins europäische Gemeinschaftsgebiet gelangt ist (sog. Gelangensbestätigung).
c) Wegfall der „Totalüberschussprognose“ bei Vermietungseinkünften, wenn eine verbilligte Vermietung (unter 66% der ortsüblichen Miete) vorliegt. Es erfolgt dann eine Aufteilung in einen entgeltlichen und unentgeltlichen Teil.
d) Wegfall der Einkünfte- und Bezügegrenze zur Gewährung von Kindergeld oder Kinderfreibetrag für volljährige Kinder bei  Erstausbildung oder Erststudium.
e) Änderungen bei den Kinderbetreuungskosten, diese stellen nun einheitlich Sonderausgaben dar. Eine Unterscheidung zwischen erwerbsbedingten und nicht erwerbsbedingten Betreuungskosten ist entfallen.
f) Erhöhung Arbeitnehmerpauschbetrag von bisher 920 EUR auf 1.000 EUR, dies wurde bereits in der Dezemberlohnabrechnung 2011 berücksichtigt.
g) Der Gesetzgeber hat klargestellt, dass, entgegen dem BFH-Urteil aus dem Jahr 2011, Kosten für die erste Berufsausbildung bzw. eines Erststudiums nur als Sonderausgaben abziehbar sind, zusammenhängend wurde der Höchstbetrag von 4.000 EUR auf 6.000 EUR angehoben.
h) Erleichterung bei der elektronischen Rechnungsstellung.
i) Keine Gebührenerhebung durch das Finanzamt bei einer verbindlichen Auskunft, wenn Gegenstandswert unter 10.000 EUR liegt.

Bei Fragen hierzu stehen wir Ihnen natürlich gerne unter 089 / 61 38 75 0 oder per Email: kanzlei@aplus-steuerberater.de  zur Verfügung.

Herzlichst,
Monika Lyssoudis

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Tipp: Zuwendungen bei Betriebsveranstaltungen

Möchten Sie das Betriebsklima aufbessern oder Ihren Mitarbeitern einfach etwas Gutes tun?

Zuwendungen eines Arbeitgebers an die Arbeitsnehmer bei Betriebsveranstaltungen gehören nicht zum Arbeitslohn. Es sind max. 2 Veranstaltungen pro Jahr in Form von Betriebsausflügen, Betriebsfesten etc. möglich. Dabei können für den Arbeitsnehmer max. 110,00 EUR inklusiv Mehrwertsteuer aufgewendet werden (z. B. Essen im Restaurant, Fahrtkosten zum Besichtigungsort, Eintritte ins Museum in Verbindung mit dem Betriebsausflug, Jubiläum etc.). Auch Ehegatten können daran teilnehmen, wobei dann insgesamt für das Ehepaar die Grenze von 110,00 EUR nicht überschritten werden darf.

Achtung:
Stehen diese Veranstaltungen nicht allen Arbeitnehmern offen oder wird die Grenze von 110,00 EUR überschritten, zählen die Ausgaben voll zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. In diesem Fall ist eine Pauschalversteuerung durch Antrag des Arbeitgebers bei Finanzamt in Höhe von 25% möglich.

Bei Fragen hierzu stehen wir Ihnen natürlich gerne unter 089 / 61 38 75 0 oder per Email: kanzlei@aplus-steuerberater.de zur Verfügung.

Herzlichst,
Monika Lyssoudis