Betriebsveranstaltungen und Vorsteuerabzug

der Aplus-Tipp des Monats November:

Grundsätzlich sind bis zu 2 Betriebsveranstaltungen pro Jahr steuerlich absetzbar. Die Kosten pro Person und Veranstaltung dürfen allerdings die Freigrenze von € 110 einschließlich USt nicht überschreiten.

Betriebsveranstaltungen wie Ausflüge, Sommerfeste oder Weihnachtsfeiern verbessern das Betriebsklima. Steuerrechtlich ist dabei jedoch folgendes zu beachten:

Lohnsteuerrechtlich ist ein Freibetrag von € 110  je Arbeitnehmer für Betriebsveranstaltungen vorgesehen. Somit ist hier kein Arbeitslohn zu versteuern, wenn maximal zwei Veranstaltungen pro Jahr jeweils diesen Betrag nicht übersteigen. Andernfalls muss der über den Freibetrag hinausgehende Betrag als Arbeitslohn versteuert werden, kann jedoch auch vom Arbeitgeber mit 25 % pauschal versteuert werden.

Das Bundesfinanzministerium (BMF) weist nun darauf hin, dass die Grenze von € 110 auch für den Vorsteuerabzug des Unternehmers gilt. Das heißt, dass bei Überschreiten des Freibetrages der Vorsteuerabzug komplett ausgeschlossen ist. Eine anteilige Berücksichtigung wie bei der Lohnsteuer ist nach Auffassung des BMF nicht möglich.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Lohnsteuer | Steuerbefreiung von Präventionskursen

unser Tipp des Monats April:

Gundsätzlich gilt, dass alle zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn erbrachten Leistungen des Arbeitgebers, die zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und der betrieblichen Gesundheitsförderung beitragen, bis zu einem Betrag von € 500 pro Kalenderjahr steuerfrei sind.

Für die Inanspruchnahme der Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 34 EStG reicht es laut dem jüngsten Urteil vom FG Bremen nun aus, wenn die vom Arbeitgeber bezuschussten Maßnahmen durch Physiotherapeuten, Heilpraktiker und qualifizierte Fitnesstrainer erbracht werden. ( FG Bremen – Urteil )

In dem Streitfall zahlte die Klägerin ihren Angestellten Zuschüsse zur Gesundheitsförderung, die das Finanzamt dann der Besteuerung unterwarf. Die hiergegen gerichtete Klage hatte zum Teil Erfolg. Folgende Punkte überzeugten die Richter:

  • Nach der Gesetzesbegründung fallen unter die Steuerbefreiung „ insbesondere die Leistungen, die im Leitfaden Prävention der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Krankenkassen aufgeführt sind.” Insbesondere bedeutet nicht ausschließlich, somit sind weitere zielgerichtete Maßnahmen steuerbefreit.
  • Ausreichend ist, wenn die vom Arbeitgeber bezuschussten Maßnahmen Mindest-anforderungen an Qualität und Zielgerichtetheiterfüllen. Diese sind jedenfalls dann erfüllt, wenn die betreffenden Maßnahmen durch Physiotherapeuten,  Heilpraktiker und qualifizierte Fitnesstrainer erbracht  Bei ihnen handelt es sich um Fachkräfte mit einer Qualifikation, die einen Bezug zu Gesundheit und Prävention aufweist.
  • Als nicht ausreichend erachteten es die Richter hingegen, wenn körperbezogene Dienstleistungen von Anbietern in Anspruch genommen werden, bei denen die Gesundheitsförderung gegenüber dem Komfortaspekt eine ganz untergeordnete Rolle spielt.

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Umsatzsteuer- und Lohnsteuer-Nachschau

unser Tipp des Monats Oktober:

Seit einiger Zeit stehen den Finanzbehörden neue Prüfungsinstrumente zur Verfügung:
Die Umsatzsteuer-, sowie die Lohnsteuer-Nachschau.

Bei beiden Kontrollen können Finanzbeamte unangekündigt zu üblichen Geschäftszeiten Grundstücke und Räume Ihres Unternehmens betreten. Meist geschieht dies in Verdachtsfällen. Sobald sich der Prüfer ausgewiesen hat, kann er sich Aufzeichnungen und Geschäftspapiere, die die Umsatzsteuer- bzw. Lohnsteuer betreffen, vorlegen lassen. Allerdings darf der Finanzbeamte weder Ihre privaten Räume betreten, noch Auskünfte verlangen, welche sich auf andere Steuerarten beziehen.

Zur Umsatzsteuer-Nachschau

Die Umsatzsteuer-Nachschau wird besonders in den Fällen einer Existenzprüfung von neu gegründeten Unternehmen und regelmäßig hohen Vorsteuererstattungen durchgeführt. Falls die bei der Umsatzsteuer-Nachschau getroffenen Feststellungen dazu Anlass geben, kann der Prüfer direkt zu einer Außenprüfung, nach vorherigem schriftlichem Hinweis übergehen.

Zur Lohnsteuer-Nachschau

Bei der Lohnsteuer-Nachschau wird überprüft, ob die buchhalterischen Abläufe genauso stattgefunden haben wie sie gegenüber dem Finanzamt angegeben wurden. Auch hier kann der Prüfer sofort zu einer Außenprüfung übergehen falls er verdächtige Sachverhalte findet. Für eine Selbstanzeige ist es bereits zu spät, sobald der Finanzbeamte vor Ort ist.

Das sollten Sie beachten:

  • der Finanzbeamte muss sich ausweisen können
  • informieren Sie sich genau über Anlass und Umfang der Nachschau
  • verweigern Sie dem Prüfer nicht den Zutritt, denn dies kann zu einer Außenprüfung führen
  • geben Sie keine zusätzlichen Unterlagen heraus, die nicht für die Nachschau relevant sind
  • Kontaktieren Sie uns falls sie betroffen sind, denn häufig sind die Prüfungen unproblematisch

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