Danke für Ihre Treue!

Kurzmitteilung

Wir danken all unseren Mandanten ganz herzlich für Ihre Treue und freuen uns ganz besonders, dass wir in diesem Monat mit einem langjährigen Mandanten (Herrn Hartmann) bereits das 20-jährige Jubiläum feiern konnten!

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Er – und viele andere – sind Aplus Steuerberater München treu, bereits aus der Zeit der Einzelkanzlei Hermann Weskott, welche später zu Weskott & Lyssoudis überging und schließlich auch als Aplus bei Lyssoudis & Kugler.

Dieses Vertrauen schätzen wir sehr und pflegen die langjährigen Mandantenbeziehungen sehr gerne.

Ihre Aplus Steuerberater

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Mini-One-Stop-Shop – Sonderregelung für elektronische Dienstleistungen in der EU

Elektronische Dienstleistungen die an Privatpersonen in der EU erbracht werden (Kunde = Privatperson) unterliegen ab dem 1.1.2015 im Wohnsitzstaat des Kunden der Umsatzsteuer und nicht mehr im Heimatland des Verkäufers. Es gelten auch die MWSt-%-Sätze des Verbrauchslandes, so dass der Unternehmer in jedem EU-Staat mit einem anderen Steuersatz abrechnen muss und auch wissen muss, wo der jeweilige Privatkunde wohnt.

Dies gilt ab 1.1.2015 für alle auf elektronischem Weg erbrachte Dienstleistungen sowie für Telekommunikations-, Rundfunk-, Fernsehleistungen, sofern diese an Privatperso-nen (keine Unternehmer) innerhalb der EU erbracht werden (= Verbrauchslandprinzip).

Betroffen sind z. B. Webhosting, Fernwartung von Programmen, Softwarebereitstellung oder –Aktualisierung, Bereitstellung von Texten, Informationen, Datenbanken,
Herunterladen von Musik auf PC, Handys usw.
Nicht unter die Neuregelung fällt die Lieferung von Gegenständen, die im Internet bestellt werden, z. B. Bücher oder Musik-CDs.

Auch Anbieter für Musik, Apps oder Filme zum Download im Internet müssen sich daher ab 2015 grundsätzlich in verschiedenen Staaten umsatzsteuerlich erfassen lassen.

Als Verfahrenserleichterung wird alternativ zur Einzelstaatenregistrierung die neue Sonderregelung ‚Mini-One-Stop-Shop‘ angeboten (kleine einzige Anlaufstelle). Deutsche Unternehmen können dann zentral über das Bundeszentralamt für Steuern auf elektronischem Weg alle Umsätze innerhalb der EU erklären und die Steuer insgesamt entrichten. Ab dem 1. Oktober kann dies mit Wirkung zum 1. Januar 2015 beim Bundeszentralamt für Steuern elektronisch über ein Online-Portal beantragt werden und gilt einheitlich für alle Umsätze in den EU-Staaten.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihre Aplus Steuerberater

Unsere Blogbeiträge werden mit größter Sorgfalt recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte übernehmen wir jedoch keine Gewähr

Steuerpflichtige eBay-Verkäufe – gemeinsames eBay-Konto

Tipp des Monats Juli:

Wenn über eBay umsatzsteuerpflichtige Versteigerungen von mehreren Personen unter Verwendung eines Nutzerkontos vorgenommen werden, ist immer derjenige steuerpflichtig, der sich diesen Nutzernamen (Pseudonym) bei der Kontoeröffnung von eBay zuteilen hat lassen.

Dazu ein aktuelles Fallbeispiel: Im Streitfall hatte ein Ehepaar über ein vom Ehemann auf seinen Namen angelegtes eBay-Nutzerkonto in dreieinhalb Jahren über 1.200 Verkäufe getätigt, die teilweise dem einen, teilweise dem anderen Ehegatten und teils dem Ehepaar gemeinsam gehörten.

Das Finanzamt hatte diese Verkäufe aufgrund der Vielzahl der Verkaufsvorgänge, der Höhe der Erlöse und des dafür betriebenen Organisationsaufwandes als umsatzsteuerpflichtig angesehen.

Für die umsatzsteuerrechtliche Bestimmung sind alle Handlungen, die der eigentliche Verkäufer (im Beispiel die Ehefrau) vor und nach Ablauf der Bietphase vornimmt (z. B. Warenversand, Schriftverkehr, administrative Tätigkeiten) belanglos. Alle Umsätze sind in diesem Fall dem Ehemann zuzurechnen, da dieser das eBay-Konto, über welches sämtliche Verkäufe verbucht wurden, angelegt hat.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Kein Sperrvermerk zur Kirchensteuer!

Unser Tipp des Monats Mai:

Der Kirchensteuerabzug bei Kapitalerträgen wird zum 01.01.2015 verändert.

Die Banken (aber auch Kapitalgesellschaften z. B. bei Ausschüttungen) sind künftig verpflichtet, in einem automationsunterstützen Verfahren, Kirchensteuer auf Abgeltungsteuer einzubehalten und abzuführen.

Die Umstellungsvorbereitungen für den Regelabruf laufen bereits. Daher schreiben viele Banken derzeit ihre Kunden an, ob der Weitergabe seiner Religionszugehörigkeit widersprochen werden soll.

Bei der Regelabfrage werden folgende Daten erfragt:

  • Verfahrenserkennung des Kirchensteuerabzugsverpflichteten (z. B. der Kapitalgesellschaft)
  • Steueridentifikationsnummer des Gesellschafters
  • Geburtsdatum des Gesellschafters

Ein Sperrvermerk zur KiSt-Abfrage ist jedoch aus unserer Sicht nicht zu empfehlen, weil in diesem Fall die Kapitalerträge jährlich nur wegen der Kirchensteuer neu aufgerollt werden müssen.

Der Kirchensteuerpflichtige ist dann zur Abgabe einer Steuererklärung zum Zwecke der Veranlagung der Kirchensteuer verpflichtet. Ohne Sperrvermerk ist dieses Aufrollen in machen Fällen jedoch überflüssig.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Keine Umsatzsteuer auf Sicherheitseinbehalte

Eine neue Sichtweise des BFH erfreut besonders Handwerker, Bauunternehmen und alle deren Rechnungen durch Sicherheitseinbehalte gekürzt werden.

Wenn damit zu rechnen ist, dass die Forderung auf absehbare Zeit (ca. 2-5 Jahre) rechtlich oder tatsächlich nicht durchgesetzt werden kann, ist von einer vorläufigen Uneinbringlichkeit auszugehen. Daher ist die USt hieraus nicht zu zahlen, solange die Forderung nicht eingeht oder durch eine Bürgschaft abgelöst werden kann.
Dies gilt selbst dann, wenn keine konkreten Mängelrügen vorliegen.

Eine Vorfinanzierung der USt über mehrere Jahre ist damit nicht mehr nötig. Die Uneinbringlichkeit ist bereits bei der monatlichen USt-Voranmeldung zu berücksichtigen. Allerdings gilt dies nur, wenn keine Bürgschaft gestellt werden kann.
Nicht ausreichend ist es dagegen, wenn die Gestellung von Sicherheiten möglich wäre, man aber davon keinen Gebrauch macht.

Urteil v. 24.10.2013, V R 31/12, veröffentlicht am 5.2.2014

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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Kleinunternehmer – kein MWSt-Ausweis auf Quittungen

unser Tipp des Monats März:

Ein Kleinunternehmer darf auf seinen Rechnungen / Quittungen weder die Umsatzsteuer (MWSt) gesondert als Betrag ausweisen, noch den %-Satz der Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer notieren.

Wenn ein Kleinunternehmer, der Kleinbetragsrechnungen auf einem Quittungsblock schreibt, neben dem Rechnungsbetrag auch den Umsatzsteuersatz (%) angibt, muss er – trotz der Kleinunternehmerregelung – die Umsatzsteuer abführen.

Nur wenn Quittungen keine Angaben zu Steuersätzen enthalten, ist auch eindeutig zu erkennen, dass keine Umsatzsteuer erhoben wird und somit der Rechnungsempfänger auch keine Vorsteuer abziehen darf.

Wer also in einer Rechnung einen Steuerbetrag gesondert ausweist, obwohl er zum gesonderten Ausweis der Steuer nicht berechtigt ist (unberechtigter Steuerausweis), schuldet nach § 14c UStG den ausgewiesenen Betrag.

Diese Vorschrift gilt auch für einen Kleinunternehmer, der die Umsatzgrenzen des § 19 UStG nicht überschritten hat und deshalb keine Umsatzsteuer zu entrichten braucht.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Kosten für das häusliche Arbeitszimmer

Eine Kostenaufteilung für häusliche Arbeitszimmer, welche überwiegend geschäftlich genutzt werden, ist nun doch möglich (lt. Beschluss vom 21.11.13 IX R 23/12). Bisher beharrte die Rechtsprechung auf der Nichtabziehbarkeit „gemischter“ Aufwendungen (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG). Der 9. Senat des BFH meint nun, es sei dennoch „anteilig“ als steuerlicher Aufwand zu berücksichtigen.

Aufwendungen für abgeschlossene häusliche Arbeitszimmer, die (in zeitlicher Hinsicht) nur teilweise beruflich bzw. betrieblich genutzt werden sind somit anteilig als Werbungskosten abzugsfähig.

Näheres zur Klage:

Der Kläger des Ausgangsverfahrens bewohnt ein Einfamilienhaus, in dem sich auch ein – mit einem Schreibtisch, Büroschränken, Regalen sowie einem Computer ausgestattetes – sog. „häusliches“ Arbeitszimmer befindet. Von seinem Arbeitszimmer aus verwaltet der Kläger zwei in seinem Eigentum stehende vermietete Mehrfamilienhäuser. Die Kosten für das Arbeitszimmer machte der Kläger bei seinen Einkünften aus der Vermietung der Mehrfamilienhäuser geltend. Das Finanzamt hat die Kosten nicht zum Abzug zugelassen, da sog. gemischte Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer nach der gesetzlichen Regelung des EStG (Einkommensteuergesetzes) nicht abgezogen werden dürften.

Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) hat der Kläger nachweislich das Arbeitszimmer zu 60 % zur Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung genutzt. Das FG hat daher entschieden, dass der Kläger 60 % des von ihm geltend gemachten Aufwands als Werbungskosten absetzen kann. Es wendet damit die Rechtsprechung des Großen Senats aus dem Jahr 2009 (Beschluss vom 21. September 2009 GrS 1/06), wonach für Aufwendungen, die sowohl beruflich-betriebliche als auch privat veranlasste Teile enthalten (gemischte Aufwendungen), kein allgemeines Aufteilungs- und Abzugsverbot gilt, auch auf das häusliche Arbeitszimmer an. Der vorlegende IX. Senat folgt dem.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Bei Rechnungen auf korrekte Leistungsbeschreibung achten!

Rechnungen mit unzureichender Leistungsbeschreibung sind nicht vorsteuerabzugsberechtigt!

Um den Vorsteuerabzug aus der berechneten Umsatzsteuer (MWSt) zu erhalten, ist neben den üblichen formellen Rechnungsvorschriften, wie z. B. der korrekte Leistungsempfänger sowie das Leistungsdatum vor allem auch die Angabe einer korrekten Leistungsbeschreibung wichtig!

Dies wird bei der Rechnungsausstellung in der Praxis häufig nicht beachtet.

Zur Sicherung des Vorsteuerabzugs ist daher verstärkt auf eine aussagekräftige Leistungsbeschreibung sowohl bei Eingangs- als auch bei Ausgangsrechnungen zu achten (§ 14 Abs. 4 S. 1 Nr. 5 UStG).

Dabei können sich die genauen Leistungsbeschreibungen auch aus anderen, der Rechnung beiliegenden Unterlagen ergeben. Allerdings muss dann in der Rechnung auf diese anderen Unterlagen verwiesen werden.

Dazu zwei Beispiele:

Die Bezeichnung „Beratungsleistung“ ist unzureichend, wenn sich aus den Rechnungs-angaben nicht leicht und eindeutig ergibt, über welche konkrete Leistung abgerechnet worden ist.

In der Speditionsbranche ist auf Rechnungen neben den Einsatzzeiten beispielsweise auch konkret anzugeben, welche Warentransporte wann erbracht wurden, um den Vorsteuerabzug zu sichern.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Reisekostenreform 2014

Da das Bundesfinanzministerium stolze 52 Seiten benötigt, um die ab dem 01.01.2014 geltenden Grundsätze zum neuen Reisekostenrecht in einer Verwaltungsanweisung darzustellen hat nun die Oberfinanzdirektion Koblenz (OFD) die markantesten Änderungen in einer Pressemitteilung zusammengefasst. Danach gilt:

  • Erste Tätigkeitsstätte: Statt von einer regelmäßigen Arbeitsstätte ist künftig von einer ersten Tätigkeitsstätte die Rede. Arbeitnehmer können die Fahrten dorthin – wie bisher – nur mit der Entfernungspauschale von 0,30 € pro Entfernungskilometer abziehen. Für berufliche Auswärtstätigkeiten bleibt es beim Abzug von 0,30 € pro gefahrenem Kilometer (bei Nutzung des eigenen KFZ).
  • Mehrere Arbeitsstätten: Hat ein Arbeitnehmer mehrere Tätigkeitsstätten, die er an mindestens zwei vollen Tagen pro Woche, mindestens zu einem Drittel seiner Arbeitszeit oder arbeitstäglich aufsucht, so kann sein Arbeitgeber bestimmen, welche der Einsatzorte die erste Tätigkeitsstätte ist. Nur für die Wege dorthin gilt dann die Entfernungspauschale, die übrigen Fahrten können als Auswärtstätigkeit behandelt werden. Sofern der Arbeitgeber keine erste Tätigkeitsstätte festlegt, ist der Einsatzort, der dem Wohnort des Arbeitnehmers am nächsten liegt, die erste Tätigkeitsstätte.
  • Verpflegungspauschalen: Im neuen Reisekostenrecht darf bei einer Abwesenheit von über acht Stunden (ohne Übernachtung) sowie für An- und Abreisetage bei Dienstreisen mit Übernachtung eine Verpflegungspauschale von 12 € angesetzt werden. Bei einer Abwesenheit von 24 Stunden beträgt die Pauschale 24 €.
  • Doppelte Haushaltsführung: Arbeitnehmer können Unterkunftskosten bei einer doppelten Haushaltsführung künftig mit maximal 1.000 € pro Monat als Werbungskosten geltend machen bzw. steuerfrei vom Arbeitgeber ersetzt bekommen.

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Umwandlung von freiwilligen Zahlungen – Minderung der Abgabenlast

Tipp des Monats September:

Von einer freiwilligen Zahlung wie z. B. Weihnachtsgeld verbleibt dem Normalverdiener in der Regel nur etwas mehr als die Hälfte. Die andere Hälfte behält der Gesetzgeber für Steuern und Sozialabgaben ein.

An Stelle dieser – zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährten – freiwilligen Zahlung kann der Arbeitgeber bestimmte steuerbegünstigte Leistungen gewähren. Diese kommen dem Arbeitnehmer in voller Höhe zu Gute. Der Arbeitgeber entrichtet ggf. eine Pauschalsteuer. Der Arbeitnehmer erhält einen lohnsteuer- und sozialversicherungsfreien Zuschuss beispielsweise in Form von:

  • Fahrtkostenzuschuss für Fahrten Wohnung/Arbeitsstätte (pauschalversteuert 15%)
  • Kindergartenzuschuss
  • Leistungen zu betrieblicher Gesundheitsförderung
  • Betriebliche Altersversorgung
  • Fortbildungskosten

Damit kann der Arbeitgeber z. B. einen Fahrtkostenzuschuss in Höhe der Entfernungs-pauschale für das ganze Jahr bezahlen.

Ein Beispiel dazu: Bei einer Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte von 20 Kilometern und 200 Arbeitstagen im Jahr ergeben sich dabei maximal  € 1.200,00.

(20 km/Arbeitstag * € 0,30/km * 200 Arbeitstage/Jahr = € 1.200,–/Jahr)

Dieser Zuschuss kann auf das Weihnachtsgeld angerechnet werden (= Umwandlung) und kann somit vom Arbeitgeber pauschal mit 15% versteuert werden. Die Pauschalierung der Lohnsteuer löst Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung aus.

Bitte beachten Sie, dass diese Aufzählung nicht vollständig ist, sondern nur das aus unserer Sicht Wichtigste enthält.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihre Aplus Steuerberater