Umsetzung des Konjunkturpakets

Die Bundesregierung hat die Eckpunkte des Koalitionsausschusses vom 3. Juni 2020 zu den steuerrechtlichen Maßnahmen aufgegriffen und einen Gesetzentwurf zur Umsetzung vorgelegt. Hier erklären wir Ihnen die Maßnahmen im Einzelnen:

Die Senkung der Umsatzsteuer wird dem Konsum einen kräftigen Impuls und der Konjunktur neuen Schub geben. Sie kommt besonders Beziehern von kleineren Einkommen zugute, die einen größeren Anteil ihres Einkommens für den Konsum ausgeben.

  • Die Umsatzsteuersätze werden befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 von 19 auf 16 Prozent und der ermäßigte Satz von 7 auf 5 Prozent gesenkt. Die Finanzverwaltung wird alles daransetzen, die Anwendung der neuen Regelungen für die Unternehmen möglichst flexibel und praktikabel zu gestalten.
  • Der Bund übernimmt weitgehend die aus der Senkung der Umsatzsteuersätze im zweiten Halbjahr 2020 resultierenden Mindereinnahmen von geschätzten 19,6 Mrd. Euro und entlastet die Länder bereits im laufenden Jahr um 6 Mrd. Euro.

Familien mit Kindern und insbesondere Alleinerziehende wurden in Zeiten der Corona-Pandemie durch besondere Einschränkungen belastet. Ihnen wird mit dem Kinderbonus und der befristeten Erhöhung des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende geholfen.

  • Für jedes kindergeldberechtigte Kind wird ein Kinderbonus von 300 Euro gewährt. Über den bereits im Familienentlastungsgesetz vom 29. November 2018 enthaltenen Förderschwerpunkt für Familien (spürbare Anhebung des Kindergeldes und des Kinderfreibetrages) hinaus wird das Kindergeld um einen Einmalbetrag von 300 Euro (Kinderbonus 2020) erhöht. Die Auszahlung erfolgt aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung grundsätzlich in zwei gleichen Teilen von jeweils 150 Euro im September und Oktober 2020. Kinder, für die im September 2020 kein Anspruch auf Kindergeld besteht, werden ebenfalls berücksichtigt, wenn für sie in einem anderen Monat des Jahres 2020 ein Kindergeldanspruch besteht.
  • Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wird befristet auf zwei Jahre von derzeit 1 908 Euro auf 4 008 Euro für die Jahre 2020 und 2021 angehoben. Damit wird den eingeschränkten Betreuungsmöglichkeiten für Kinder in Zeiten der Corona-Pandemie und den damit verbundenen besonderen Einschränkungen für Alleinerziehende Rechnung getragen.

Unternehmen werden bei der wirtschaftlichen Erholung mit gezielten Maßnahmen unterstützt. Mit der Einführung der degressiven Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter, der Verbesserung der Möglichkeiten der Verlustverrechnung und der Erhöhung der steuerlichen Forschungszulage werden zusätzliche Investitionsanreize gesetzt und die Liquidität in den Unternehmen gestärkt. Die Verschiebung der Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer um rund sechs Wochen stärkt die Liquidität importierender Unternehmen und verbessert die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Import- und Logistikwirtschaft.

  • Der steuerliche Verlustrücktrag wird für die Jahre 2020 und 2021 auf 5 Mio. Euro bzw. 10 Mio. Euro (bei Zusammenveranlagung) erweitert. Der Verlustrücktrag kann unmittelbar finanzwirksam schon mit der Steuererklärung 2019 genutzt werden. Neben der Möglichkeit eines Pauschalansatzes in Höhe von 30 % kann auch ein höherer rücktragsfähiger Verlust anhand detaillierter Unterlagen (z. B. betriebswirtschaftlicher Auswertungen) nachgewiesen werden. Er kann nicht nur bei der Jahressteuerfestsetzung für 2019, sondern auch bei der Herabsetzung von Vorauszahlungen genutzt werden. Sollte sich im Rahmen der Jahressteuerfestsetzung für 2019 eine Nachzahlung aufgrund der herabgesetzten Vorauszahlungen wegen eines voraussichtlich erwarteten rücktragsfähigen Verlustes für 2020 ergeben, wird diese auf Antrag zinslos gestundet.
  • Einführung einer degressiven Abschreibung in Höhe von 25 Prozent, höchstens das 2,5-fache der linearen Abschreibung, für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die in den Jahren 2020 und 2021 angeschafft oder hergestellt werden. Die Unternehmen haben so die Möglichkeiten zur Minderung ihrer Steuervorauszahlungen und können Liquiditätsvorteile zügig nutzen. Die degressive Abschreibung fördert die schnellere Refinanzierung und schafft über diesen Mechanismus bereits im noch laufenden Veranlagungszeitraum unternehmerische Vorteile und Investitionsanreize, die für die nötige Stabilisierung der Wirtschaft sorgen.
  • Bei der Gewerbesteuer wird der Freibetrag für die Hinzurechnungstatbestände zur Entlastung und Liquiditätssteigerung insbesondere von kleineren und mittleren Unternehmen ab dem Erhebungszeitraum 2020 auf 200 000 Euro angehoben.
  • Erhöhung der maximalen jährlichen Bemessungsgrundlage der steuerlichen Forschungszulage von 2 auf 4 Mio. Euro im Zeitraum von 2020 bis 2025. Die Erhöhung der Forschungszulage schafft für die forschenden Unternehmen zusätzliche Liquiditätsvorteile, die auch zur nötigen Stabilisierung der Wirtschaft beitragen.
  • Die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer wird auf den 26. des zweiten auf die Einfuhr folgenden Monats verschoben. Dadurch wird eine Angleichung der Wettbewerbsbedingungen an andere Mitgliedstaaten der EU erreicht, in denen eine unmittelbare Verrechnung von Einfuhrumsatzsteuer und Vorsteuerguthaben möglich ist.
  • Zur Vermeidung steuerlicher Nachteile infolge Corona-bedingter Investitionsausfälle werden die in 2020 endenden Fristen für die Verwendung von Investitionsabzugsbeträgen nach § 7g EStG um ein Jahr verlängert. Vorübergehend werden auch die Reinvestitionsfristen des § 6b EStG um ein Jahr verlängert. Dies schont die Liquidität der Unternehmen während der COVID-19-Pandemie. Kurzfristige Reinvestitionen zur Vermeidung der Rücklagenauflösung mit Gewinnzuschlag werden vermieden.
  • Der Ermäßigungsfaktor in § 35 EStG wird ab dem Veranlagungszeitraum 2020 von 3,8 auf 4,0 angehoben. Diese Erhöhung trägt den in den vergangenen Jahren gestiegenen Gewerbesteuer-Hebesätzen Rechnung. Bis zu einem Hebesatz von 420 Prozent können damit im Einzelfall Personenunternehmer durch die Steuerermäßigung vollständig von der Gewerbesteuer entlastet werden.

Im Übrigen enthält der Gesetzentwurf folgende Maßnahmen zur Umsetzung des Koalitionsbeschlusses:

  • Bei der Besteuerung der privaten Nutzung von Dienstwagen ohne Kohlendioxidemission wird der Höchstbetrag des Bruttolistenpreises auf 60 000 Euro angehoben. Bislang werden bei der privaten Nutzung eines betrieblichen Elektrofahrzeugs (inkl. Brennstoffzellenfahrzeuge) nur ein Viertel des Bruttolistenpreises der Besteuerung zugrunde gelegt. Dies gilt bislang jedoch nur, wenn der Bruttolistenpreis des Kraftfahrzeugs nicht mehr als 40 000 Euro beträgt.

(Quelle: BMF)

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Steuereinsparungen bei energetischen Sanierungen

unser Tipp des Monats:

Sie können mit der Steuerermäßigung nach § 35c EstG nun doppelt sparen bei energetischen Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden:

  • Auf der einen Seite werden infolge der Sanierungsmaßnahmen Energiekosten gespart,
  • auf der anderen Seite profitieren Sie durch die steuerliche Entlastung bei energetischen Sanierungsmaßnahmen Ihres selbst genutzten Wohngebäudes.

Das BMF hat nun ein amtliches Muster für die Bescheinigung veröffentlicht, welches Voraussetzung für die Beantragung der Steuerermäßigung nach § 35c EStG ist.

=> Klick zur Bescheinigung

Diese Steuerermäßigung kann nur in Anspruch genommen werden, wenn dieses amtliche Muster als Bescheinigung eines Fachunternehmens vorliegt und somit bestätigt wird, dass solche Maßnahmen durchgeführt wurden.

Informieren Sie sich auch in unserem Merkblatt für Hausbesitzer Energetische Sanierung nach § 35c EstG! Sie erfahren, welche Objekte und Maßnahmen begünstigt sind, was es bei dem Erwerb einer bereits teilsanierten Immobilie zu beachten gibt und vieles mehr!

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Corona-Hilfen für Unternehmen

unser Tipp des Monats:

Fast alle Branchen sind von den Corona-Folgen betroffen. Prüfen Sie, welche der folgenden Fördermöglichkeiten für Sie in Frage kommen:

  • Vereinfachte Herabsetzung der Steuervorauszahlungen 2020
  • Zinslose Stundung von Steuernachzahlungen für Vorjahre sowie der laufenden Umsatzsteuer-Vorauszahlungen um 3 Monate
  • Fristverlängerungsmöglichkeit für die am 10.04.20 fällige USt-Voranmeldung und Lohnsteueranmeldung um 2 Monate
  • Verlängerung der Abgabefrist für Steuererklärungen 2018 auf Antrag
  • Erstattung der bereits bezahlten Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung 2020
  • Soforthilfe des Bundes und des Freistaats Bayern, abhängig von der Mitarbeiterzahl
  • Zinslose Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen März + April 2020 (Antrag über Krankenkassen)
  • Akut-Kredite mit Haftungsfreistellungen und Bürgschaften über die LfA und die KfW (Antrag über Hausbanken)
  • Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter mit Kurzarbeitergeld

Die meisten Förderungen setzen voraus, dass Ihr Unternehmen unmittelbar oder nicht unerheblich von den Corona-Einschränkungen betroffen ist und deshalb liquiditätsstützende Maßnahmen nötig sind.

Einen Überblick der steuerlichen Maßnahmen finden Sie auch unter: https://stmfh.bayern.de/service/finanzielle_hilfen/corona_2020/

Die Soforthilfe können Sie online beantragen unter: https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

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Coronavirus: Wichtige Links

Um Ihnen jederzeit aktuelle Informationen zur Corona-Krise zur Verfügung zu stellen, was im Moment auf Grund der raschen Abfolge an Änderungen schwierig ist, finden Sie hier zusammengefasst die wichtigsten Links mit laufenden Updates.

Steuererleichterungen
Vordruck zu Beantragung von Steuererleichterungen – Direktlink auf das Dokument:
https://www.finanzamt.bayern.de?doc=104233.

Das Vordruckmuster wird auch auf der Startseite des Bayerischen Landesamt für Steuern (BayLfSt) mit weiteren Erläuterungen zur Verfügung gestellt: https://www.finanzamt.bayern.de/LfSt/default.php?f=LfSt&c=n&d=x&t=x

Auf Vollstreckungsmaßnahmen (z. B. Kontopfändungen) bzw. Säumniszuschläge werde bis zum 31.12.2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen sei.
https://wts.com/de-de/publishing-article/20200316-bmf-bmwi-massnahmenpaket-corona~publishing-article?language=de

Um Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Epidemie in finanzielle Schieflage geraten und Liquiditätshilfe in Anspruch nehmen wollen, soll die Insolvenz-Antragspflicht bis 30.09.2020 ausgesetzt werden. Eine entsprechende Regelung bereitet das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz vor:
https://www.bmjv.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/031620_Insolvenzantragspflicht.html

Unterstützung für betroffene Unternehmen des Bayerischen Wirtschaftsministeriums: https://www.stmwi.bayern.de/coronavirus/

Härtefallfonds Corona
Die Bayerische Staatsregierung wird ein Soforthilfeprogramm einrichten, das sich an Betriebe richtet, die von der Coronakrise besonders geschädigt wurden.

Antragsberechtigte: Anträge können von kleinen und mittleren gewerblichen Unternehmen und von Angehörigen Freier Berufe mit jeweils weniger als 250 Mitarbeitern, entweder einem Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro sowie mit einer Betriebsstätte in Bayern gestellt werden.
Höhe der Soforthilfe: Die Soforthilfe ist gestaffelt nach Betriebsgröße und beträgt zwischen 5.000 Euro und 30.000 Euro.

Beantragung: Weitere Informationen zur Förderung und ein Antragsformular werden in Kürze an dieser Stelle zur Verfügung stehen: https://www.stmwi.bayern.de/coronavirus/.

Zu bayerischen Härtefallfonds plant jetzt auch Finanzminister Scholz (bundesweite) Notfallfonds für KMU einzurichten:
https://www.handelsblatt.com/dpa/wirtschaft-handel-und-finanzen-virus-scholz-kuendigt-notfallfonds-fuer-mittelstaendische-wirtschaft-an/25650954.html

„Neben der Ausweitung der Kurzarbeit und unbegrenzten Liquiditätshilfen werde die Regierung „jetzt präzise Instrumente entwickeln, mit denen wir gezielt den Branchen helfen, denen die Aufträge wegbrechen oder die durch die Schutzmaßnahmen stark beeinträchtigt werden“, sagte Scholz dem Handelsblatt in einem Interview. Er arbeite an einem Notfallfonds, der sich an kleinere und mittelständische Unternehmen richte.“

Finanzielle Unterstützungsangebote
Betroffenen Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus die Darlehensprodukte der LfA Förderbank Bayern, die Darlehensprodukte der KfW sowie verschiedene Bürgschaftsprogramme zur Verfügung. Der Freistaat Bayern stellt mit einer Erhöhung der Rückbürgschaften sicher, dass die LfA Förderbank Bayern zusätzliche Risiken übernehmen kann.

Ziel der Finanzierungshilfen: Primäres Ziel ist die Bereitstellung zusätzlicher Liquidität, die es den Unternehmen ermöglicht, die schwierige Zeit zu überbrücken und sich zu stabilisieren.

Finanzierungsvoraussetzung: Voraussetzung für die Unterstützung der Unternehmen ist ein grundsätzlich tragfähiges Geschäftsmodell und die Bereitschaft der Hausbanken, die nachfolgenden Angebote in die Gesamtfinanzierung einzubinden.

Ihr Weg zu den Finanzierungshilfen: Erster Ansprechpartner für die finanziellen Unterstützungsangebote der LfA Förderbank Bayern, der KfW sowie der Bürgschaftsbank Bayern GmbH (BBB) ist grundsätzlich Ihre Hausbank – sie berät und beantragt die finanziellen Hilfen bei LfA und BBB. Bitte sprechen Sie daher zuerst mit Ihrer Hausbank.

Kurzarbeit
Wird in Folge des Coronavirus eine vorübergehende Reduzierung der üblichen Arbeitszeiten notwendig, können betroffene Betriebe bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld beantragen.

Darüber hinaus werden – wie von Bayern gefordert – erweiterte Kurzarbeitsregelungen umgesetzt. Im Einzelnen soll es folgende Erleichterungen geben:

  • Das Erfordernis, dass mindestens ein Drittel der Belegschaft vom Arbeitsausfall betroffen ist, wird auf eine Schwelle von 10 Prozent abgesenkt.
  • Die Sozialversicherungsbeiträge werden vollständig von der Bundesagentur für Arbeit übernommen.
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden wird teilweise oder vollständig verzichtet.
  • Auch Leiharbeitnehmer können Kurzarbeitergeld beziehen.
  • Wie bereits am 29. Januar 2020 von der Bundesregierung beschlossen, soll im gleichen Zug eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldbezugs von 12 auf 24 Monate ermöglicht werden.

Alle Informationen zum Kurzarbeitergeld, ihre zuständige Arbeitsagentur sowie eine Online-Anzeige- bzw. eine Antragsfunktion finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit https://www.arbeitsagentur.de/news/kurzarbeit-wegen-corona-virus.

Steuerstundung
Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer können gestundet sowie Vorauszahlungen der Gewerbesteuer auf null gesetzt werden.

Bis zu einer etwaigen bundeseinheitlichen Regelung gilt Folgendes: Auf die üblichen Stundungszinsen in Höhe von 0,5 Prozent pro Monat können die Finanzämter im konkreten Einzelfall teilweise oder ganz verzichten, wenn glaubhaft gemacht wird, dass für die fehlende Liquidität die Corona-Epidemie ursächlich ist. Bitte sprechen Sie zu diesen Möglichkeiten mit ihrem zuständigen Finanzamt.

Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG)
https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/IfSG.pdf

Quelle: LSWB Steuerberaterverband. Diese Informationen sowie regelmäßige Aktualisierungen dazu finden Sie auch in Kürze auf https://lswb-aktuell.bayern/news-infos/news/.

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Seit 01.01.2020: Steuereinsparungen bei Sanierungsmaßnahmen!

Der neue § 35c EStG zu den Steuereinsparungen bei Sanierungsmaßnahmen gilt seit dem 01.01.2020. Diese im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 ins Steuerrecht eingeführte Regelung fördert energetische Sanierungsmaßnahmen an Eigenheimen.

Sie können daher doppelt sparen: Auf der einen Seite werden infolge der Sanierungsmaßnahmen Energiekosten gespart, auf der anderen Seite profitieren Sie durch die steuerliche Entlastung bei der energetischen Sanierung Ihres selbstgenutzten Wohngebäudes.

Informieren Sie sich jetzt mit unserem neuen Merkblatt für Hausbesitzer Energetische Sanierung nach § 35c EstG! Sie erfahren, welche Objekte und Maßnahmen begünstigt sind, was es bei dem Erwerb einer bereits teilsanierten Immobilie zu beachten gibt und vieles mehr!

Unsere Mandanten-Merkblätter finden Sie jederzeit online auf unserer Website unter dem Reiter Videotipps.

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Aktualisierte Mandanten-Merkblätter

Kurzmitteilung

Seit Januar 2020 gibt es viele steuerliche Neuregelungen. Dazu wurden folgende Merkblätter aktualisiert. Diese stehen Ihnen unter Videotipps/Mandanten-Merkblätter auf unserer Website jederzeit  zur Verfügung.

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Sofortmaßnahmen bei der Umsatzsteuer ab 01.01.2020

unser Tipp des Monats:

Bis zur Einführung des endgültigen Mehrwertsteuersystems in der Europäischen Union, das vereinfacht und weiter harmonisiert werden soll, greifen ab dem 01.01.2020 erste Sofortmaßnahmen. Die Umsetzung der EU-Vorgaben in deutsches Recht muss bis zum Jahresende 2019 erfolgen.

Innergemeinschaftliche Lieferungen:

  1. Umsatzsteueridentifikationsnummer als materielle-rechtliche Voraussetzung für die Steuerbefreiung von innergemeinschaftlichen Lieferungen
  2. Zusammenfassende Meldung als Regelvoraussetzung

Ab 2020 wird die Verwendung einer gültigen Umsatzsteueridentifikationsnummer (USt-IdNr.) durch den Kunden und Abgabe einer korrekten Zusammenfassenden Meldung (ZM) als Voraussetzung einer innergemeinschaftlichen Lieferung definiert. Wenn eine von den beiden Voraussetzung fehlt hat dies ab 2020 die Versagung der Steuerbefreiung zur Folge. Dadurch wird die Steuerbefreiung nicht mehr gewährt, wenn die Zusammenfasende Meldung des liefernden Unternehmens unrichtig oder unvollständig ist, was eine gültige USt-IdNr., die der Abnehmer gegenüber dem Lieferer verwendet, erfordert.

  • Der Kunde muss dem Lieferer gegenüber seine USt-IdNr. aktiv für diesen Umsatz mitteilen. Fragen Sie Ihren Kunden daher bereits im Bestellvorgang schriftlich, welche seiner ID-Nr. hierfür verwendet werden soll.                       !!!Ggf. Bestellformulare ändern!!!
  • Sie müssen die mitgeteilte USt-IdNr. des Kunden auf Gültigkeit prüfen (qualifizierte Bestätigung) und dies dokumentieren. Eine Prüfung im Nachgang bei der Buchführung ist zu spät, da zu diesem Zeitpunkt die Lieferung bereits erfolgte.

Die Bestätigung ausländischer UST-ID (VAT) kann online erfolgen.

Reihengeschäfte:

Ein Reihengeschäft liegt vor, wenn mehrere Unternehmer über denselben Gegenstand Umsatzgeschäfte abschließen und dieser Gegenstand bei der Beförderung oder Versendung unmittelbar vom ersten Unternehmer an den letzten Abnehmer gelangt. Folge des Reihengeschäfts ist es, dass die Warenbewegung nur einer der Lieferungen zuzuordnen ist und nur diese Lieferung kann die steuerfreie Lieferung sein.

Der neue Art. 36a MwStSystRL schafft erstmals eine EU-einheitliche Definition für Reihengeschäfte. Die Zuordnung der Warenbewegung wurde nur für die Fälle getroffen, in denen der mittlere Unternehmer (Zwischenhändler) befördert oder versendet. Die Warenbewegung ist grundsätzlich der Lieferung an den Zwischenhändler zuzuordnen, damit ist diese Lieferung die bewegte und steuerbefreite. Abweichend hiervon gilt als bewegte Lieferung die Lieferung des Zwischenhändlers, wenn er mit der USt-IdNr. des Abgangsmitgliedstaats auftritt.

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Wichtiger Hinweis zum Stichtag 31. Juli:

Kurzmitteilung

Vorsteuerabzug für gemischt genutzte Leistungen: Frist zum 31.07.2019 beachten

Bei Investitionen (z. B. PKW, Gebäude, Photovoltaikanlagen oder andere gemischt genutzte Anschaffungen) muss die Zuordnung zum umsatzsteuerlichen Unternehmensvermögen spätestens bis zum 31. Juli dem Finanzamt mitgeteilt werden, da sonst der Vorsteuerabzug aus der Rechnung gestrichen werden kann.

Vor allem Mandanten welche die USt-Voranmeldungen selbst erstellen oder nur zur jährlichen Abgabe verpflichtet sind, sollten das Datum nicht verpassen und uns vorzeitig informieren, damit die Frist eingehalten wird.

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Minijobs: Neue Geringfügigkeitsrichtlinien, neue Fallstricke

Ob in der Gastronomie oder im Haushalt, ob Unternehmer oder Privatperson – viele von Ihnen beschäftigen Minijobber. Deshalb möchten wir Sie über die weitreichenden Änderungen informieren, die seit 2019 gelten bzw. im Verlauf des Jahres wirksam werden. Dies betrifft:

  • die neuen Geringfügigkeitsrichtlinien,
  • den neuen Mindestlohn sowie
  • Minijobs auf Abruf – beispielsweise in der Gastronomie.

Informieren Sie sich ganz bequem mit dem topaktuell überarbeiteten Merkblatt „Minijobber und Aushilfskräfte“. Denn es bietet Ihnen in klaren Worten alles Wichtige in kürzester Zeit.

Unsere Merkblätter finden Sie auf der Website unter: videotipps/mandanten-merkblaetter

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Monika Lyssoudis und Silvio Kugler

Dienstwagen: Neue Steuersparmöglichkeiten für begrenzten Zeitraum

Kurzmitteilung

Mit dem neuen Jahr 2019 gibt es durch das „Jahressteuergesetz 2018“ neuen Gestaltungsspielraum für die steuergünstige Nutzung von Dienstwagen – sowohl für Unternehmer selbst als auch für Arbeitnehmer.

Mithilfe der beiden taufrisch überarbeiteten Merkblätter Fahrzeugnutzung durch Unternehmer und Fahrzeugnutzung durch Arbeitnehmer, die beide auch E-Bikes berücksichtigen, können Sie sich schnell informieren, denn einige der neuen steuersparenden Möglichkeiten sind zeitlich begrenzt.

All unsere Merkblätter finden Sie auf unserer Website unter Videotipps/Mandantenmerkblätter.

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