Familienentlastungsgesetz 2019

der Aplus Tipp des Monats Januar:

Der Bundesrat hat im November das Familienentlastungsgesetz verabschiedet. Es sieht zum einen eine Erhöhung des Kindergelds ab Juli 2019 vor und enthält zum anderen steuerliche Entlastungen für alle Steuerpflichtigen.

Die wesentlichen Neuregelungen:

  • Das Kindergeld wird ab dem 01.07.2019 um € 10 pro Monat und Kind erhöht. Es beträgt dann € 204 für das erste und zweite Kind, € 210 für das dritte Kind und € 235 ab dem vierten Kind. (Derzeit ist das Kindergeld folgendermaßen gestaffelt: € 194 / € 200 / € 225)
  • Der steuerliche Kinderfreibetrag wird ebenfalls erhöht – und zwar von bislang € 2.394 je Elternteil um € 96 auf € 2.490 je Elternteil ab 2019 und ab 2020 um weitere € 96 auf € 2.586  je Elternteil. (Hinweis: Pro Kind beträgt damit die Erhöhung jährlich € 192, da jeder Elternteil den um € 96 höheren Kinderfreibetrag erhält. Bei einem höheren Einkommen wirkt sich der Kinderfreibetrag günstiger aus als das Kindergeld. Der Betreuungsfreibetrag bleibt unverändert bei € 1.320 je Elternteil. Gemeinsam veranlagte Eltern können somit 2019 bis zu € 7.620 pro Kind von ihrem Einkommen abziehen.)
  • Der Grundfreibetrag, bis zu dem das Einkommen nicht besteuert wird, wird von € 9.000 auf € 9.168 im Jahr 2019 und ab 2020 auf € 9.408 angehoben.
  • Außerdem wird die Progression gemindert, indem die Eckwerte der Steuertabelle, bei denen sich der Steuersatz erhöht, entsprechend der Inflationsrate um 1,84 % für 2019 und um 1,95 % für 2020 erhöht werden. Diese Verschiebung der Eckwerte dient der Bekämpfung der kalten Progression, bei der sich der Steuersatz bereits durch eine inflationsbedingte Gehaltserhöhung erhöht und die Gehaltserhöhung durch den höheren Steuersatz zum Teil aufgefressen wird.
  • Der im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen maßgebliche Höchstbetrag für Unterhaltszahlungen an unterhaltsberechtigte Angehörige wird von € 9.000 ab 2019 auf € 9.168 und ab 2020 auf € 9.408 angehoben. Die Höchstbeträge entsprechen den jeweiligen Grundfreibeträgen in den kommenden zwei Jahren.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihre Aplus Steuerberater

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Beachten Sie unsere informativen Merkblätter

Kurzmitteilung

Die beliebtesten Merkblätter des letzten Monats:

1. Ordnungsgemäße Kassenführung
2. Private Veräußerungsgeschäfte
3. Verfahrensdokumentation
4. DSGVO
5. Geschenke, Beweirtungen und Betriebsveranstaltungen
Sie finden alle Merkblätter auf unserer Website unter folgendem Link: https://www.aplus-steuerberater.de/181/videotipps/mandanten-merkblaetter

Aplus: Fachberater im Gesundheitswesen

Hochschulzertifikat Hochschule Bremerhaven

Im Sommer 2018 hat Herr Silvio Kugler den Fachberater-Lehrgang am IBG-Institut für Beratung im Gesundheitswesen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremerhaven erfolgreich abgeschlossen und wir haben hiermit einen kompetenten Steuerberater für die Gesundheitsbranche mit im Aplus-Team!

Die Gesundheitsbranche gehört nach wie vor zu den wachstumsstärksten Branchen. Jährlich steigt die Zahl der Selbständigen im Gesundheitswesen und ihrer Mitarbeiter.

Sie brauchen kompetente Fachberater und Branchenkenner.

Als (Zahn-)Ärzte, Physiotherapeuten, Heilpraktiker, Pflegedienste und Apotheken sollten Sie sich nicht mit einem Standard-Berater zufrieden geben, sondern müssen auch von ihren Steuerberatern qualitativ hochwertige branchenspezifische Problemlösungen erwarten können. Die immer komplexer werdenden Sachverhalte fordern interdisziplinäre Lösungen, die Zivilrecht, Vertragsarztrecht, Steuerrecht und wirtschaftliche Überlegungen (Honorarabrechnungsfragen, Finanzierungen) umfassen.

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Muster-Verfahrensdokumentation für die ordnungsgemäße Kassenführung

der Aplus-Tipp des Monats Februar:

Die Finanzbehörde kann inzwischen die Vorlage einer Verfahrensdokumentation auch für die Kassenführung fordern (Verpflichtung nach GoBD). Sofern sich die Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung nicht aus einer entsprechenden Dokumentation ersehen lässt, ist sogar die Beweislastumkehr vorgesehen.

Die Verfahrensdokumentationen zur Kasse müssen insbesondere umfassen:

  • genaue Beschreibung der eingesetzten Kassen und Kassensysteme,
  • Bedienungsanleitung/Benutzerhandbuch (Betriebsanleitungen sind vorzulegen),
  • Programmieranleitungen (lückenlosen Dokumentation zur Kassenprogrammierung),
  • Einrichtungsprotokolle,
  • Arbeitsanweisungen (auch tägliche Protokolle bzgl.Auszählen einer offenen Ladenkasse)
  • Beschreibung der Kontrollmechanismen,
  • Beschreibung der Archivierungsfunktionen,
  • Protokolle über Einsatzorte und Einsatzzeiträume der Registrierkassen.

Sofern wir Ihnen eine Muster-Verfahrensdokumentation zur Kasse zukommen lassen sollen, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.

Dennoch ersetzt ein Muster niemals eine individuelle auf ihr Unternehmen zugeschnittene Ausarbeitung.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Rechnung – Das muss drinstehen – für Handwerker

der Aplus-Tipp des Monats Oktober:

Inhalt des Merkblattes zu Rechnungen – speziell für Handwerker:

I. Pflichtangaben in der Rechnung

  1. Name des leistenden Unternehmers
  2. Anschrift des leistenden Unternehmers
  3. Name und Anschrift des Leistungsempfängers
  4. Angabe der Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  5. Rechnungsdatum
  6. Fortlaufende Rechnungsnummer
  7. Bezeichnung der erbrachten Leistung
  8. Zeitpunkt der Leistung
  9. Entgelt
  10. Steuersatz und Steuerbetrag

II. Besonderheiten

  1. Anzahlungen
  2. Kunde als Steuerschuldner
  3. Kleinbetragsrechnungen
  4. Hinweis auf Aufbewahrungsfrist

III. Rechnungen an Privatkunden

  1. Hinweis auf Steuerermäßigung
  2. Hinweis auf Aufbewahrungspflicht

Die Rechnung, die Sie Ihrem Kunden stellen, ist nicht nur für Ihre Unterlagen wichtig, sondern sie ermöglicht Ihrem Kunden den Abzug der Umsatzsteuer, die Sie ihm in Rechnung gestellt haben (sog. Vorsteuer für den Kunden). Voraussetzung hierfür ist eine Rechnung, die alle Pflichtangaben enthält. Zur Erstellung einer solchen Rechnung sind Sie aufgrund des mit Ihrem Kunden geschlossenen Vertrags verpflichtet.

Dieses Merkblatt zeigt Ihnen, worauf Sie bei der Rechnungslegung achten sollten.

Alles auf einen Blick: Im Mandanten-Merkblatt sind den einzelnen Pflichtangaben der Rechnung Nummern zugeordnet. Diese Nummern finden Sie in der Muster-Rechnung am Ende des Merkblattes wieder. Das Merkblatt finden Sie unter folgendem Link: https://aplussteuerberater.files.wordpress.com/2017/09/2017-10-merkblatt-rechnung-dasmussdrinstehen-fc3bcrhandwerker.pdf

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Spenden bis 200 €

Tipp des Monats September:

Spenden an eine steuerbegünstigte Organisation – z. B. an einen gemeinnützigen Verein – können als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Das Finanzamt verlangt für Spenden, die in der Steuererklärung geltend gemacht werden, allerdings eine Spendenbescheinigung, eine sogenannte Zuwendungsbestätigung.

Bei Spenden bis 200 € reicht jedoch ein vereinfachter Nachweis. Dies kann z. B. der Kontoauszug mit der Abbuchung oder ein Bareinzahlungsbeleg sein. Es müssen darauf nur der Name und die Kontonummer des Auftraggebers und des Spendenempfängers, sowie der Betrag und das Buchungsdatum erkennbar sein.

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Diktiergerät gilt nicht als Fahrtenbuch!

Diktiergerät und Excel-Tabellen gelten nicht als ordnungsgemäßes Fahrtenbuch!

Ein Fahrtenbuch muss zeitnah und in geschlossener Form geführt werden. Eine mithilfe eines Computerprogramms erzeugte Datei genügt diesen Anforderungen nur dann, wenn nachträgliche Veränderungen an den zu einem früheren Zeitpunkt eingegebenen Daten nach der Funktionsweise des verwendeten Programms technisch ausgeschlossen sind oder zumindest in ihrer Reichweite in der Datei selbst dokumentiert und offen gelegt werden.

Ein nicht handschriftlich, sondern mithilfe von elektronischen Aufzeichnungen erstelltes Fahrtenbuch ist nur dann ordnungsgemäß, wenn die elektronische Aufzeichnung unmittelbar ausgedruckt wird.

Negatives Finanzgerichtsurteil dazu vom 18.6.2015: Der Kläger führt sein Fahrtenbuch in Form eines Diktiergeräts. Dabei diktiert er zu Beginn einer Fahrt den Zweck der Fahrt, das Datum und den km-Stand. Unterwegs diktiert er besondere Vorkommnisse (z. B. Staus oder Straßensperrungen, Umleitungen) und am Ende wiederum den km-Stand. Die Ansagen auf dem Band werden von seiner Sekretärin im Durchschnitt zweimal wöchentlich in Excel–Dateien übertragen. Die Blätter werden aufbewahrt und am Jahresende jeweils gebunden. Die Bänder werden ebenfalls aufbewahrt und nicht überspielt. Der Lohnsteuer-Außenprüfer erkannte das Fahrtenbuch nicht an und ermittelte den geldwerten Vorteil nach der sog. 1%-Regelung.

Quelle: FG Köln online

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Gutschriften für Kleinunternehmer

unser Tipp des Monats Juni:

Kleinunternehmer aufgepasst: Bei Erteilung einer Gutschrift lauern Gefahren!

Insbesondere Kleinunternehmer, die keine Umsatzsteuer ausweisen dürfen, sollten ihre Gutschriften genau überprüfen und sofort widersprechen, falls in Gutschriften eine Umsatzsteuer ausgewiesen ist.

Normalerweise stellt der leistende Unternehmer gegenüber dem Leistungsempfänger eine Rechnung aus. Das Umsatzsteuerrecht lässt es aber auch zu, dass der Leistungsempfänger eine Gutschrift erteilt. Diese Gutschrift ersetzt dann die Rechnung im Sinne des Umsatzsteuerrechts, denn sie wirkt – solange der leistende Unternehmer diesem Dokument nicht widerspricht – wie eine Rechnung, die er selbst ausgestellt hat.

Wenn nun der Leistende ein Kleinunternehmer ist, der keine Umsatzsteuer ausweisen darf, und der Leistungsempfänger dies bei der Gutschrift nicht beachtet, muss der Leistende aktiv werden und diesen Gutschriften unverzüglich widersprechen. Die Zusendung des Widerspruchs an den Leistungsempfänger muss nachweisbar sein – also immer den Versandnachweis aufbewahren! Andernfalls schuldet der Kleinunternehmer dem Finanzamt die Umsatzsteuer obwohl der Leistungsempfänger den Fehler bei der Ausstellung der Gutschrift gemacht hat.

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Bagatellgrenze zur Abgrenzung Gewerbe – Freiberufler

Wenn es sich um eine gewerbliche Tätigkeit von äußerst geringem Umfang handelt, führt diese nicht zu einer Umqualifizierung der freiberuflichen Einkünfte.

Der BFH hat für Selbständige nun eine Bagatellgrenze von 3 %  festgelegt für die Abfärbewirkung geringfügiger gewerblicher Einkünfte auf Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit wenn die gewerblichen Einkünfte zudem den Betrag von 24.500 Euro nicht übersteigen.

Einkünfte einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die hauptsächlich Einkünfte aus selbstständiger Arbeit erzielt und daneben in geringem Umfang eine gewerbliche Tätigkeit ausübt, werden dann nicht insgesamt zu gewerblichen Einkünften umqualifiziert (Abfärbewirkung), wenn die gewerblichen Umsätze eine Bagatellgrenze in Höhe von 3 % der Gesamtnettoumsätze und zusätzlich den Betrag von 24.500 Euro im Veranlagungszeitraum nicht übersteigen.

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Besuchen Sie unsere Steuererklär-Videos!

unser Tipp des Monats April gilt den GoBD sowie unseren Steuererklär-Videos:

Auf unserer Homepage finden Sie unter Videos laufend aktuelle und einfach erklärte Sachverhalte: http://www.aplus-steuerberater.de/123/videos

Der aktuelle Video-Tipp erklärt – speziell für Gründer und Unternehmer – die GoBD:

Elektronische Buchführung: Diese Regeln müssen ab 2015 alle Selbstständigen beachten:

Eine „Buchführung“ mit der u. a. Zahlungen, Materialverbrauch, Arbeitszeiten usw. dokumentiert werden, hat jedes Unternehmen. Da die Aufzeichnungen auch Grundlage für die Besteuerung sind, macht die Finanzverwaltung dafür Vorgaben – für elektronische Aufzeichnungen ab 2015 mit den GoBD. Was Sie jetzt alles bei Aufzeichnungen beachten müssen, erfahren Sie in diesem Video.

Weitere Themen der Aplus-Video-Tipps sind:

Für alle Steuerzahler:

Für Gründer und Unternehmer:

  • Elektronische Buchführung: Diese Regeln müssen ab 2015 alle Selbstständigen beachten
  • Gesetzlicher Mindestlohn: Welche zusätzlichen Pflichten Arbeitgeber jetzt erfüllen müss
  • Umkehr der Steuerschuldnerschaft: Wann der Rechnungsempfänger die Umsatzsteuer zahlen muss
  • Bewirtungskosten: So erkennt das Finanzamt Geschäftsessen an
  • Geschenke an Mitarbeiter und Geschäftspartner: Achten Sie auf diese Steuerfallen
  • Rechnungen: Diese Angaben sind gesetzlich vorgeschrieben
  • Kassenbuch: Die 5 gefährlichsten Steuerfallen – und wie Sie sie vermeiden

Für Arbeitnehmer:

  • Kostenpauschalen: Diese Werbungskosten verringern Ihre Steuer – auch ohne Beleg

Für Immobilienbesitzer:

  • Bauabzugsteuer: Anmelde- und Abzugspflicht für Bauunternehmen und Vermieter

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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