Erbschaftsteuerreform 2016: Wann die Steuer greift und wie Sie Befreiungen nutzen

Der aktuelle Aplus-Videotipp zu steuergünstigen Betriebsübernahmen
Rückwirkend für Schenkungen und Erbschaften seit 1.7.2016 ist die Erbschaftsteuerreform in Kraft getreten. Vor allem Familienunternehmen können damit weitgehende Steuererleichterungen nutzen. Dafür gibt es einige neue Voraussetzungen. Informieren Sie sich mit diesem Video über die Steuererleichterungen und wie Sie davon profitieren.
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Lohnsteuer | Steuerbefreiung von Präventionskursen

unser Tipp des Monats April:

Gundsätzlich gilt, dass alle zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn erbrachten Leistungen des Arbeitgebers, die zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und der betrieblichen Gesundheitsförderung beitragen, bis zu einem Betrag von € 500 pro Kalenderjahr steuerfrei sind.

Für die Inanspruchnahme der Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 34 EStG reicht es laut dem jüngsten Urteil vom FG Bremen nun aus, wenn die vom Arbeitgeber bezuschussten Maßnahmen durch Physiotherapeuten, Heilpraktiker und qualifizierte Fitnesstrainer erbracht werden. ( FG Bremen – Urteil )

In dem Streitfall zahlte die Klägerin ihren Angestellten Zuschüsse zur Gesundheitsförderung, die das Finanzamt dann der Besteuerung unterwarf. Die hiergegen gerichtete Klage hatte zum Teil Erfolg. Folgende Punkte überzeugten die Richter:

  • Nach der Gesetzesbegründung fallen unter die Steuerbefreiung „ insbesondere die Leistungen, die im Leitfaden Prävention der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Krankenkassen aufgeführt sind.” Insbesondere bedeutet nicht ausschließlich, somit sind weitere zielgerichtete Maßnahmen steuerbefreit.
  • Ausreichend ist, wenn die vom Arbeitgeber bezuschussten Maßnahmen Mindest-anforderungen an Qualität und Zielgerichtetheiterfüllen. Diese sind jedenfalls dann erfüllt, wenn die betreffenden Maßnahmen durch Physiotherapeuten,  Heilpraktiker und qualifizierte Fitnesstrainer erbracht  Bei ihnen handelt es sich um Fachkräfte mit einer Qualifikation, die einen Bezug zu Gesundheit und Prävention aufweist.
  • Als nicht ausreichend erachteten es die Richter hingegen, wenn körperbezogene Dienstleistungen von Anbietern in Anspruch genommen werden, bei denen die Gesundheitsförderung gegenüber dem Komfortaspekt eine ganz untergeordnete Rolle spielt.

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Mini-One-Stop-Shop – Sonderregelung für elektronische Dienstleistungen in der EU

Elektronische Dienstleistungen die an Privatpersonen in der EU erbracht werden (Kunde = Privatperson) unterliegen ab dem 1.1.2015 im Wohnsitzstaat des Kunden der Umsatzsteuer und nicht mehr im Heimatland des Verkäufers. Es gelten auch die MWSt-%-Sätze des Verbrauchslandes, so dass der Unternehmer in jedem EU-Staat mit einem anderen Steuersatz abrechnen muss und auch wissen muss, wo der jeweilige Privatkunde wohnt.

Dies gilt ab 1.1.2015 für alle auf elektronischem Weg erbrachte Dienstleistungen sowie für Telekommunikations-, Rundfunk-, Fernsehleistungen, sofern diese an Privatperso-nen (keine Unternehmer) innerhalb der EU erbracht werden (= Verbrauchslandprinzip).

Betroffen sind z. B. Webhosting, Fernwartung von Programmen, Softwarebereitstellung oder –Aktualisierung, Bereitstellung von Texten, Informationen, Datenbanken,
Herunterladen von Musik auf PC, Handys usw.
Nicht unter die Neuregelung fällt die Lieferung von Gegenständen, die im Internet bestellt werden, z. B. Bücher oder Musik-CDs.

Auch Anbieter für Musik, Apps oder Filme zum Download im Internet müssen sich daher ab 2015 grundsätzlich in verschiedenen Staaten umsatzsteuerlich erfassen lassen.

Als Verfahrenserleichterung wird alternativ zur Einzelstaatenregistrierung die neue Sonderregelung ‚Mini-One-Stop-Shop‘ angeboten (kleine einzige Anlaufstelle). Deutsche Unternehmen können dann zentral über das Bundeszentralamt für Steuern auf elektronischem Weg alle Umsätze innerhalb der EU erklären und die Steuer insgesamt entrichten. Ab dem 1. Oktober kann dies mit Wirkung zum 1. Januar 2015 beim Bundeszentralamt für Steuern elektronisch über ein Online-Portal beantragt werden und gilt einheitlich für alle Umsätze in den EU-Staaten.

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Dienstfahrrad für Mitarbeiter

Unser Tipp des Monats Oktober:

Als Anreiz für ihre Arbeitnehmer eignet sich besonders ein E-Bike, Pedelec oder Fahrrad, denn damit fördert man einerseits die Gesundheit und kann zudem Kosten sparen.

Bei einem Leasingvertrag durch den Arbeitgeber beträgt die Leasing-Rate hierfür meist nicht mehr als € 44,00 monatlich. Damit kann die 44-Euro-Freigrenze für Sachbezüge angewendet werden.

Der geldwerte Vorteil ist damit beitrags- und steuerfrei.

Die Sachbezugsfreigrenze kann alternativ auch für andere Vorteile beansprucht werden, sofern es sich nicht um Geldleistungen handelt.

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Tipp des Monats April

Ehegatten-Arbeitsverhältnisse

Besondere Vorsicht ist bei Arbeitsverträgen unter Ehegatten angesagt!

Nach einem neuerlichen Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf wurde die Klage abgewiesen, in dem es um die steuerliche Anerkennung eines Arbeitsvertrages unter Ehegatten ging. Aufgrund der Nichtanerkennung des Ehegatten-Arbeitsverhältnisses sind nachträglich neben den im Prüfungszeitraum geleisteten Gehaltszahlungen auch die abgeführten Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung sowie die pauschale Lohnsteuer, Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag nicht als Betriebsausgabe ansetzbar und wirken gewinnerhöhend.

In diesem Fall war der Inhalt des Arbeitsvertrages und dessen tatsächliche Durchführung nicht fremdüblich. Es wurde nur eine monatliche Arbeitszeit ohne feste Arbeitszeiten mit der Klausel „in Abhängigkeit von der betrieblichen Notwendigkeit“ festgelegt und die Ehefrau hatte ihre Tätigkeit zu Hause verrichtet. Auch die genaue Tätigkeit und der Umfang der Arbeiten ging nicht aus dem Arbeitsvertrag hervor. Unter fremden Dritten wäre ein Arbeitgeber in der Regel mit einer derartigen Regelung nicht einverstanden gewesen.

Wichtig wäre in diesem Fall – bei Vereinbarung variabler Arbeitszeiten – zumindest eine wöchentliche Arbeitszeit festzulegen und Aufzeichnungen mit Angabe der Arbeitszeiten und den verrichteten Arbeiten anzufertigen.

Ein Ehegatten-Arbeitsverhältnis muss zivilrechtlich wirksam vereinbart und der Vereinbarung entsprechend auch tatsächlich durchgeführt werden. Inhaltlich muss es sowohl in der Vereinbarung als auch in der Durchführung dem entsprechen, was bei Arbeitsverträgen unter Fremden üblich ist.

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Achtung: Authentifizierungspflicht für USt-Voranmeldung/LSt-Anmeldung ab 01.01.2013 !!!

Aufgrund einer Gesetzesänderung muss ab dem 1. Januar 2013 ein sicheres Verfahren zur Datenübermittlung von USt-Voranmeldungen und LSt-Anmeldungen an das Finanzamt verwendet werden. Es muss den Adressaten authentifizieren und die Vertraulichkeit des elektronisch übermittelten Datensatzes gewährleisten.

Möglich ist diese authentifizierte Datenübermittlung über ein Portal der Finanzverwaltung wie z. B. über Elster (www.elsteronline.de) oder über das DATEV-Rechnungszentrum.

Achtung: Die Einrichtung und Beantragung der Elster-Übermittlung rechtzeitig einleiten, da die Bearbeitungszeit der Finanzverwaltung bis zu zwei Wochen betragen kann!!!

Die Datenübermittlung über DATEV ist bereits automatisch authentifiziert. (www.datev.de/ustva)

Für weitere Informationen und Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter: 089 – 61 38 750 oder per E-Mail unter: kanzlei@aplus-steuerberater.de zur Verfügung.

Ihre Aplus Steuerberater

Erneute Prüfung der Verfassungsmäßigkeit der Erbschaftsteuer/ Schenkungsteuer:

Wieder ist das ErbSt-Gesetz vor dem Verfassungsgericht, da es der Bundesfinanzhof (BFH) nach seiner Entscheidung vom 27.9.12 als verfassungswidrig ansieht, dass Betriebsvermögen zu stark begünstigt wird.

Bis zur erneuten Entscheidung des BVerfG besteht daher eine gewisse Unsicherheit.

Da die Entscheidung dazu führen könnte, dass die Besteuerung von Betriebsvermögen ungünstiger wird als bisher, wäre eine Verschiebung einer geplanten Schenkung (z.B. eines Betriebs oder GmbH-Anteils) voraussichtlich nicht zweckmäßig.

Lassen Sie daher prüfen ob in ihrem Fall ein Handlungsbedarf besteht.

BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 27.9.2012, II R 9/11

Herzliche Grüße
Monika Lyssoudis
Aplus Steuerberater
München
http://www.Aplus-Steuerberater.de

Steuertücken bei Handwerkerleistungen für Immobilien

Planen Sie Ihre vermietete Immobilie zu renovieren oder eine Neuerrichtung, so beachten Sie bitte, dass sie verpflichtet sind – sofern nicht u.g. Ausnahmen zutreffen – einen 15%igen Steuerabzug von der Bruttorechnung ihres Handwerkers einzubehalten und an das zuständige Finanzamt abzuführen.

Gleiches gilt für Unternehmer die Bauleistungen in Anspruch nehmen.

Dabei sind Renovierungsleistungen alle Leistungen, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung und Beseitigung von Bauwerken dienen.

Ausnahmen vom Steuerabzug:

a)    Sie vermieten bis zu 2 Wohnungen.

b)    Der Handwerker legt Ihnen eine gültige Freistellungsbescheinigung vor.

c)    Der Rechnungsbetrag übersteigt im Kalenderjahr voraussichtlich nicht den Betrag von EUR 15.000, wenn Sie umsatzsteuerfrei vermieten,

oder

den Betrag von EUR 5.000 in allen übrigen Fällen (z.B. bei umsatzsteuerpflichtiger Vermietung)

Zur Berechnung des Betrages sind alle Leistungen von ein und demselben Auftragnehmer stets zusammen zurechnen.

Diese Regelung gilt bereits einige Jahre, führt aber in der Praxis häufig zu Schwierigkeiten.

Bei Fragen hierzu stehen wir Ihnen natürlich gerne unter 089 / 61 38 75 0

oder per Email: kanzlei@aplus-steuerberater.de  zur Verfügung.

Herzlichst
Monika Lyssoudis

Übernahme von Fortbildungskosten für Mitarbeiter

Das Wissen der Mitarbeiter ist die Arbeitskraft in Ihrem Unternehmen und sichert den Fortbestand qualitativer Arbeiten.

Nicht nur, dass die übernommenen Weiterbildungskosten durch den Arbeitgeber als Werbungskosten in Ansatz gebracht werden können, sondern auch kein lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn sind, macht es erst so interessant.

Selbst die Rechnungsstellung an den Arbeitnehmer stellt kein Problem mehr dar. Der Arbeitgeber muss aber eine Kopie der Rechnung zu den Lohnunterlagen als Nachweis legen. Allerdings ist in diesem Fall zu beachten, dass der Vorsteuerabzug verwehrt wird!

Achtung:

Ausgangssituation hierbei muss natürlich das eigenbetriebliche Interesse des Arbeitgebers sein und es muss im Vorhinein eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen werden, die z. B. die weitere Firmenzugehörigkeit für 3 Jahre beinhaltet.

Bei Fragen hierzu stehen wir Ihnen natürlich gerne unter 089 / 61 38 75 0 oder per Email: kanzlei@aplus-steuerberater.de zur Verfügung.

Herzlichst,
Monika Lyssoudis

Erleichterungen für viele GmbHs – Veröffentlichungspflicht bald ade

Die oft so verhasste Veröffentlichungspflicht von Jahresabschlüssen im Handelsregister könnte bald für kleinere Unternehmen kippen. Gleiches gilt für bestimmte Bilanzvorschriften, denn am 21.02.2012 hat der Rat der Wirtschafts- und Finanzminister in Brüssel die sogenannte Micro-Richtlinie verabschiedet.

Konkret wären dies u.a. folgende Erleichterungen:

  • – Befreiung von bestimmten Bilanzierungspflichten. Kleinstunternehmen dürfen beispielsweise auf den umfangreichen Anhang zur Bilanz verzichten.
  • – Einschränkung der Veröffentlichungspflicht. Die Offenlegung der Rechnungslegungsunterlagen von Kleinstunternehmen gegenüber der breiten Öffentlichkeit ist nicht mehr zwingend erforderlich. Vielmehr können die Mitgliedstaaten vorsehen, dass es ausreicht, wenn Kleinstunternehmen ihre Jahresabschlüsse nur noch an ein Register übersenden, wo sie nur bei Nachfrage an Dritte zur Information herausgegeben werden.

Von den Befreiungen profitieren Unternehmen, die mindestens zwei der folgenden drei Schwellenwerte unterschreiten: 350.000 Euro Bilanzsumme, 700.000 Euro Jahresumsatz und zehn Mitarbeiter.

Deutschland hat dem zugestimmt und muss die Richtlinie nur noch in nationales Recht umsetzen. Wann konkret dies der Fall sein wird ist derzeit noch nicht absehbar, aber allemal zu erwarten.

Damit würden viele GmbH´s oder kleine GmbH & Co.KG´s in den Genuss kommen können und von diesen bürokratischen Belastungen befreit werden. Kleinstunternehmen können sich freuen, denn deren Bilanzen werden abgespeckt, wie es das Bundesministerium der Justiz in seiner Onlinemitteilung nennt. Quelle: BMJ online

Bei Fragen hierzu stehen wir Ihnen natürlich gerne unter 089 / 61 38 75 0 oder per Email: kanzlei@aplus-steuerberater.de zur Verfügung.

Herzlichst,
Monika Lyssoudis